Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der neue Umwelt-Test für Deutschland: Wie groß ist Ihr CO2-Fußabdruck?

06.03.2006


CO2-Rechner von BP jetzt online unter "co2-fussabdruck.de" - Interessantes Spiel für die ganze Familie - Deutsche Haushalte erzeugen durchschnittlich 13 Tonnen CO2 pro Jahr - Klimaschutz wird zur Aufgabe für jeden einzelnen - Praktische Tipps zur Einsparung von Treibhausgasen


Auf der Internetseite der deutschen BP gibt es ab heute einen so genannten CO2-Rechner: Wie auf einem Taschenrechner kann jeder für seinen Haushalt schnell und unkompliziert herausfinden, wie viel Kohlendioxid (CO2) er im Jahr erzeugt. Man gibt in einen bereits vorformulierten Fragebogen online die Angaben zu seinem Energieverbrauch ein und erhält dann seinen persönlichen "CO2-Fußabdruck". Besonderen Spaß macht das Ausrechnen im Vergleich mit anderen - wer hat den niedrigsten Wert, wo liegt das größte Einsparpotenzial?

Orientieren kann man sich dabei am statistischen Durchschnitt: Jeder deutsche Haushalt erzeugt rund 13 Tonnen CO2 pro Jahr. In den USA sind es deutlich mehr. Angesichts des hohen Energieverbrauchs sind dort rund 20 Tonnen CO2 pro Jahr nicht verwunderlich. Sehr bescheiden sind dagegen - wegen ihres noch relativ geringen Energieverbrauchs - die Chinesen mit ganzen 3 Tonnen pro Jahr. Insgesamt werden weltweit jährlich knapp 25 Milliarden Tonnen des Treibhausgases freigesetzt. Das ist eine gewaltige Belastung für unser Klima und trägt nach Ansicht der meisten Wissenschaftler sehr wesentlich zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei.


Dagegen hat BP verschiedene Lösungsansätze entwickelt. Zum einen hat das Unternehmen die eigenen Treibhausgasemissionen auf das Niveau von 1990 reduziert, und das soll - trotz kräftigen Wachstums - auch bis 2012 so bleiben. Zum anderen will BP jetzt auch an die Verantwortung der Verbraucher appellieren und zum Nachdenken anregen. Denn die privaten Haushalte sind mit rund einem Drittel am Energieverbrauch in Deutschland beteiligt und bieten damit ein großes Potenzial zur Einsparung von CO2.

Die Deutschen verschwenden jedes Jahr für Geräte, die auf Standby stehen, rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom - pro Haushalt kostet das etwa 70 Euro pro Jahr, von den schädlichen Emissionen ganz zu schweigen. Wo man sonst noch "sündigt", merkt man schnell, wenn man den CO2-Rechner betätigt: Wer übermäßig heizt, viel per Flugzeug unterwegs ist oder sich überwiegend von abgepacktem Fast Food ernährt, bei dessen Produktion viel Energie verbraucht wird, liegt schnell über dem deutschen Durchschnitt. Auch das zweite Auto schlägt in der Umweltbilanz gravierend zu Buche. Daher gibt es auf der BP-Seite im Internet auch gleich Tipps zum Energieeinsparen dazu: Habe ich Elektrogeräte lange auf Standby-Funktion? Lüfte ich richtig, so dass nicht zuviel Energie verschwendet wird? Kann ich meine alte Waschmaschine demnächst gegen ein energiesparendes Modell austauschen? Mit diesen Hinweisen möchte BP konkret zu CO2-Einsparungen beitragen.

Auf www.deutschebp.de findet sich viel Interessantes über die Umweltstrategien der BP weltweit und in Deutschland. So ist das Unternehmen bereits seit über 30 Jahren im Solarmarkt aktiv und gehört seit langem zu den Marktführern in dieser Zukunftsbranche. Die Tankstellen-Tochter Aral ist in Deutschland ebenfalls Marktführer, nicht nur mit rund 2500 Tankstellen, sondern auch mit rund 140 von 650 deutschen Erdgastankstellen.

- Im November 2005 gründete BP den neuen globalen Geschäftsbereich "Alternative Energy", der die Aktivitäten im Bereich umweltfreundlicher Energien bündelt. Dazu investiert BP weltweit in den kommenden Jahren rund 8 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien. Besonderes Augenmerk wird auf die Stromproduktion gelegt, die großen Einfluss auf die weltweite CO2-Bilanz hat.

- Dabei ist für BP die Sequestration von CO2 ein wichtiges Zukunftsthema: Im schottischen Aberdeen ist ein Gaskraftwerk geplant, in dem Gas aus der Nordsee in Wasserstoff und Kohlendioxid gespalten wird. Der Wasserstoff wird anschließend zur Stromproduktion im Kraftwerk eingesetzt. Das CO2 wird in nahe gelegene Öllagerstätten in der Nordsee zurückgepumpt, so dass dadurch mehr Öl aus dem Lager gefördert wird. Damit wird das CO2 umweltfreundlich entsorgt, gleichzeitig erhöht man die Ölausbeute der Lagerstätte.

- Die Sequestration setzt BP bei der Gasförderung in Algerien bereits in großem Maßstab ein: Dort werden jedes Jahr über eine Million Tonnen CO2-Emissionen vermieden, das entspricht 200.000 Autos weniger im Straßenverkehr.

Ulrich Winkler | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deutschebp.de

Weitere Berichte zu: CO2 CO2-Rechner Energieverbrauch Kohlendioxid Wasserstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen
20.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Der Monsun und die Treibhausgase
18.09.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie