Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltfreundliche Sparautos bei EcoTopTen

19.01.2006


Günstig Autofahren trotz hoher Treibstoffpreise / EcoTopTen-Marktübersicht aktualisiert



Um zehn Prozent und mehr sind die Preise für Benzin, Diesel und Erdgas im vergangenen Jahr gestiegen. Doch wer auf ein Auto setzt, das die EcoTopTen-Kriterien erfüllt, bleibt gelassen. Denn EcoTopTen empfiehlt Sparautos, die ökologisch weitaus besser als der Marktdurchschnitt sind - bei vertretbaren Kosten. Außerdem erfreulich: "Die EcoTopTen-Flotte unterbietet schon heute die selbst gesteckten Ziele der Autoindustrie für 2008", sagt der Experte Carl-Otto Gensch vom Öko-Institut. Danach soll der durchschnittliche Ausstoß an Kohlendioxid für alle Neuwagen auf 140 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. EcoTopTen-Autos kommen schon jetzt im Schnitt auf 135 Gramm. Das entspricht einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von rund 5,6 Litern Super auf 100 Kilometern. Welche Autos EcoTopTen empfiehlt, lesen Sie ab sofort in der aktualisierten Marktübersicht online auf http://www.ecotopten.de/prod_mobil_pkw_prod.php.



Wie bereits vor rund einem Jahr, als EcoTopTen die erste Marktübersicht zu Autos veröffentlichte, können Verbraucher aus einem breiten Angebot wählen. Nahezu jeder namhafte Autohersteller am deutschen Markt führt mindestens ein Modell, das die EcoTopTen-Kriterien erfüllt. Insgesamt sind es 47 Kleinwagen, elf Autos der Kompaktklasse und zwölf Familienwagen. Ein Mini-Van kann dagegen derzeit nicht empfohlen werden: Der erdgasbetriebene Opel Zafira, vor einem Jahr einziges EcoTopTen-Auto seiner Klasse, wird erst Mitte des Jahres wieder geliefert, dann aber als neues Modell.

Alle von EcoTopTen empfohlenen Autos zählen aus Umwelt- und aus Kostensicht zu den Spitzenprodukten am deutschen Markt. In der Gesamtbewertung liegen die ganz vorn platzierten Modelle nur wenige Prozentpunkte auseinander. Bei den Kleinwagen steht der neue Toyota Aygo auf Platz eins, der nicht nur mit der besten Umweltbewertung seiner Kategorie, sondern auch mit den günstigsten jährlichen Gesamtkosten von 3981 Euro überzeugt. Diese liegen knapp 800 Euro niedriger als beim Suzuki Alto, der - im Vorjahr noch erstplatziert - jetzt auf Rang sieben gerutscht ist.

Bester unter den Guten in der Kompaktklasse ist der Toyota Yaris Verso 1.3. Der Audi A2, der die Übersicht im letzten Jahr angeführt hat, wird dagegen nicht mehr hergestellt. Die Liste der Familienautos führt nun der Seat Cordoba 1,2 12V an, der den Skoda Fabia 1.4 Combi auf Platz zwei verwiesen hat. Erfreulich: Weil im vergangenen Jahr etliche Auto-bauer ihre Dieselautos serienmäßig mit Rußpartikelfilter ausgerüstet haben, erfüllen mittlerweile elf Dieselmodelle die EcoTopTen-Kriterien - vor einem Jahr war es nur ein Fahrzeug. Wie bereits in der ersten EcoTopTen-Marktübersicht zu Autos liegen der Umweltbewertung wieder die ökologischen Kriterien des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) zugrunde, die unter anderem die Belastungen durch Kohlendioxid, Lärm, krebserregende und andere Schadstoffe berücksichtigen. Gegenüber dem Vorjahr hat der VCD den ökologischen Mindeststandard von 6,45 auf 6,50 Umweltpunkte angehoben. Dadurch sind einige Modelle aus der Marktübersicht von 2005 jetzt nicht mehr bei EcoTopTen gelistet. WissenschaftlerInnen des Öko-Instituts haben die Umweltbewertung der besten Autos aus der VCD-Liste um die jährlichen Gesamtkosten erweitert. Diese beinhalten nicht nur die Kraftstoffkosten, sondern auch, was der Autofahrer für Steuern, Versicherung, Reparaturen und Wertverlust zahlen muss. Erstaunlich: Trotz enorm gestiegener Preise machen die Kraftstoffkosten mit 10 bis 15 Prozent nach wie vor nur einen geringen Anteil an den jährlichen Gesamtkosten aus. Die EcoTopTen-Gesamtbewertung erfolgt je zur Hälfte aus den Gesamtkosten und der Umweltbewertung.

Die vollständige Marktübersicht zu Kleinwagen, Autos der Kompaktklasse und Familienwagen, die ausführlichen EcoTopTen-Kriterien, Informationen zu Car-Sharing-Angeboten, Verbrauchertipps zu kostensparendem und umweltschonendem Autofahren sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema "Mobil sein" lesen Sie im Internet unter http://www.ecotopten.de/produktfeld_mobil.php.

EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik "Produktempfehlungen". Bis Ende 2006 folgen elf weitere Marktübersichten.

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Medienpartner ist das Monatsmagazin "natur&kosmos", das kontinuierlich über EcoTopTen und die neuesten Marktübersichten berichtet - im aktuellen Februar-Heft über EcoTopTen-Sparautos. Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de.

AnsprechpartnerIn:

Carl-Otto Gensch
Koordinator des Forschungsbereichs Produkte & Stoffströme, Öko-Institut e.V.
Telefon 0761/ 45 295-41
E-Mail: c.gensch@oeko.de

Kathrin Graulic
Projektleiterin EcoTopTen im Forschungsbereich Produkte & Stoffströme, Öko-Institut e.V.
Telefon 0761/45 295-51
E-Mail: k.graulich@oeko.de

Christiane Rathmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ecotopten.de/prod_mobil_pkw_prod.php
http://www.ecotopten.de/produktfeld_mobil.php
http://www.ecotopten.de

Weitere Berichte zu: EcoTopTen Gesamtkosten Marktübersicht Umweltbewertung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik