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Deutschland setzt auf nachwachsende Rohstoffe / Anbau von Industrie- und Energiepflanzen auf Rekordniveau

11.08.2005


Auf mehr als 1,4 Millionen Hektar oder umgerechnet 12 Prozent der gesamten Ackerfläche wachsen in diesem Jahr bereits Industrie- und Energiepflanzen. Ob Raps, Energiegetreide, Mais, Kartoffeln oder Sonnenblumen: nachwachsende Industriepflanzen sind zu einem wirtschaftlichen Standbein für die heimischen Landwirte und zur unverzichtbaren Rohstoffquelle für die Industrie geworden.


Damit hat sich der Anbau nachwachsender Rohstoffe seit Beginn der 90er Jahre mehr als verfünffacht. Zugpferd der Anbauentwicklung und wichtigste Kultur bleibt der Raps für die Biodieselherstellung, für Bioschmierstoffe und die chemische Industrie. Deutlich zulegen konnte auch der Energiepflanzenanbau: Energiegetreide und -mais werden für die Produktion des Biokraftstoffs Ethanol und für die Verstromung in Biogasanlagen nachgefragt.

Zucker und die Öle von Lein und Sonnenblumen für die Chemie, Stärke aus Weizen oder Kartoffeln für die Papierproduktion, Fasern für die Automobilindustrie und Phytopharmaka komplettieren die wichtigsten Rohstoffe.


Die FNR geht davon aus, dass in Deutschland perspektivisch bis zu 4 Millionen Hektar für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung stehen.

Torsten Gabriel

Anbaufläche (ha)

Raps 1.061.923

Öl-Lein 3.329

Sonnenblumen 12.754

Energiegetreide, -gräser und -mais 166.815

Stärke 128.000

Zucker 18.000

Naturfasern 1.575

Arznei- und Gewürzpflanzen 10.182

Summe 1.402.578

Anbau nachwachsender Rohstoffe in Deutschland 2004/2005
(Quelle: FNR, die Werte beruhen teilweise auf Schätzungen)

V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Nr. 432 vom 11. August 2005

Dr.-Ing. Andreas Schütte | FNR
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de

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