Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schadstoffausstoss wird international begrenzt "Multikomponentenprotokoll" tritt in Kraft

17.05.2005


Als bedeutenden Schritt zur internationalen Reduzierung von Luftschadstoffen hat Bundesumweltminister Juergen Trittin das Inkrafttreten des sogenannten "Multikomponentenprotokolls" bezeichnet. Trittin: "Die Minderung von Feinstaeuben in der Luft ist die draengendste Aufgabe der Luftreinhaltung. Angesichts der aktuellen Diskussion ueber die Feinstaubbelastung bekommt das Protokoll eine besondere Bedeutung. Mit ihrem Konzept zur Foerderung sauberer Diesel-Pkw hat die Bundesregierung gerade das richtige Signal gesetzt, die gesundheitsschaedlichen Partikelemissionen des Verkehrs zu reduzieren."



Das Multikomponentenprotokoll, das morgen (17.5.) in Kraft tritt, ist eine UEbereinkunft zur internationalen Bekaempfung von Versauerung, Eutrophierung (UEberduengung) und dem durch Ozon verursachten Sommersmog. In dem Protokoll werden die jaehrlichen Emissionen von Schwefeldioxid, Stickstoffoxiden, Ammoniak und leicht fluechtiger Kohlenwasserstoffe (VOCs) durch Einfuehrung nationaler Hoechstmengen begrenzt. Die genannten schaedlichen Gase wandeln sich in der Luft ueber Aerosole zu den gesundheitsschaedlichen sekundaeren Feinstaeuben um. Das Protokoll war im Dezember 1999 in Goeteborg unter dem Dach der Genfer Luftreinhaltekonvention geschlossen worden. Es ist bisher von 16 Vertragsparteien, darunter Deutschland und weitere 13 europaeische Staaten, der EU und den USA ratifiziert worden.

... mehr zu:
»Schwefeldioxid »Stickoxid »VOCs


Deutschland hatte im vergangenen Jahr innerhalb der Genfer Luftreinhaltekonvention eine Initiative zur Senkung der Feinstaeube gestartet. Ziel ist es, schnellstmoeglich neue internationale Regelungen zur Feinstaubsenkung zu vereinbaren. Die dafuer unter deutscher und britischer Leitung eingesetzte internationale Expertengruppe tritt in der naechsten Woche, am 23. und 24. Mai, erstmals in Berlin zusammen.

Trittin wies auf die Erfolge der Genfer Konvention hin. So wurden europaweit seit 1980 die Emissionen von Schwefeldioxid um fast 80 %, von Stickoxid sowie die der VOCs um ca. 30 % vermindert. In Deutschland betraegt die Emissionsminderung bei Schwefeldioxid sogar ueber 90%, bei Stickoxiden sowie bei den VOCs mehr als 50%.

Hinweis: Weitere Informationen zum Multikomponentenprotokoll sind im Internet ( www.bmu.de/35492 ) abrufbar. Neu erscheint auch die Broschuere "Viel Sommer wenig Smog", die kostenlos beim Bundesumweltministerium erhaeltlich ist (Postfach 30 03 61, 53183 Bonn), Telefon: 01888/305-3355, Fax: 01888/305-3356, E-Mail: bmu@broschuerenversand.de . (Bestell-Nr. 2710 angeben). Die Broschuere ist auch im Internet unter www.bmu.de/publikationenwww.bmu.de/publikationen abrufbar.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Berichte zu: Schwefeldioxid Stickoxid VOCs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie