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Neue Mikrosensoren spüren schädliche Luftverschmutzung auf

21.09.2004


Luftverschmutzung war bis jetzt vor allem in Großstädten ein Problem. Seit kurzem steigt der Verschmutzungsgrad aber auch in den Vororten besorgniserregend an. Neue Mikrosensoren aus einem weißrussischen Forschungsinstitut können für das Aufspüren grundlegender Schadstoffe wie Ozon nützlich sein.



Während Ozon in der oberen Atmosphäre Menschen und Tiere vor der gefährlichen ultravioletten Strahlung der Sonne schützt, ist es in der Nähe der Erdoberfläche ein gefährlicher Luftschadstoff. Weil Ozon und Stickstoffdioxid in der Tat als wichtigste Oxidanten in der Atmosphäre betrachtet werden können, sind zum Schutz von Menschen und Pflanzen Grenzwerte festgesetzt worden. Diese Schadstoffe müssen umfassend und regelmäßig kontrolliert werden.



EU-Wissenschaftler haben in Zusammenarbeit mit Kollegen aus den NUS- und MOES-Staaten neue Mikrosensoren entwickelt, mit denen luftverunreinigende Stoffe aufgespürt werden können. Die Materialforschung indizierte Indium und Eisenoxid für derartige Anwendungen.

Unter Verwendung mehrerer moderner metallurgischer Methoden wurden Mikrosensoren mit verschiedenen Zusammensetzungen, Phasen und Stärken entwickelt und getestet. Die Empfindlichkeit gegenüber Ozon und Stickstoffdioxid sowie weiteren Schadstoffen wie Kohlenmonoxid, Methan, Methanol und Ethanol wurde gemessen.

Im Hinblick auf Ozon wurden die besten Ergebnisse mit einer Zweischichtkonstruktion von Eisenoxid erzielt, die der Gammamodifikation unterzogen wurde. Andererseits eignete sich eine Alpha-Eisenoxid-Kombination am besten für das Aufspüren von Stickstoffdioxid. Im Allgemeinen bestand das Ergebnis der Arbeit in der umfassenden Verbesserung der Empfindlichkeit und Nutzbarkeit der verwendeten Metalloxide.

Angesichts der jüngsten Flut der von der Europäischen Kommission veröffentlichten neuen und noch strengeren Luftqualitätsbestimmungen wird die Anwendung der neuen Mikrosensoren sicherlich stark zunehmen. Für die weitere Arbeit, die für eine Vermarktung der neuen Technologie notwendig ist, wird noch Unterstützung gesucht.

Dr. Maria Ivanovskaya | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bsu.by

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