Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Last minute für den Umweltschutz - Perspektiven für die Zukunft des Reisens

20.06.2001


Umweltschutz und der dynamisch wachsende Tourismussektor sind Gegenstand eines gemeinsamen Forschungsprojektes des Öko-Instituts und der Naturfreunde, das die Mitglieder beider Organisationen mit Spenden ermöglicht haben. Die Ergebnisse werden in Anwesenheit des
1. Vorsitzenden der Naturfreunde, Michael Müller (MdB), heute der Presse und der Öffentlichkeit präsentiert.

Immer öfter und weiter, dafür immer kürzer ...

... so können die Trends im Tourismus für die Bundesbürger auf den Punkt gebracht werden. Die Folgen für die Umwelt sind fatal. Die Wissenschaftler des Öko-Instituts haben entsprechende Prognosen bis zum Jahr 2015 fortgeschrieben und mit Hilfe der Stoffstromanalyse einen dramatischen Anstieg der Umweltbelastungen errechnet. Die Emissionen an Treibhausgasen für den Bereich der Fernreisen (nach Übersee mit dem Flugzeug) werden sich zwischen 1998 und 2015 fast verdoppeln. Auch im Bereich des Mittelmeertourismus ist mit steigenden Umweltbelastungen zu rechnen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass selbst kontinuierliche Effizienzverbesserungen im Bereich der Unterkünfte sowie der Verkehrsträger PkW und Flugzeug die aufgrund der Zunahme der Reisen bedingten Mehrbelastungen nicht kompensieren können.
Im Endbericht zum Forschungsprojekt werden fünf Handlungsansätze näher ausgeführt, die zielgruppenspezifische Lösungen zur Verbesserung der Perspektiven beschreiben. Die Wissenschaftler des Öko-Instituts haben dafür die Handlungsansätze

  • Reisedauer und Intervalle (mehr Urlaub pro Personenkilometer),
  • einheitliches Labelling,
  • Einsatz der Marktmacht von Reiseveranstaltern,
  • stärkere Berücksichtigung von Bus und Bahn für die Reisen sowie
  • Verbesserung der Nahzielvermittlung

ausgearbeitet. Eine erste eigene Wirkungsabschätzung dieser Handlungsansätze zeigt, dass sie durchaus einen positiven Beitrag zur Entwicklung eines umweltfreundlichen Tourismus beitragen können. Sie reichen in ihrer Wirkung jedoch nicht aus, die durch die Dynamik der Fernreisen verursachten Mehrbelastungen aufzufangen.
"Es ist absolut notwendig, innerhalb der Nachhaltigkeitsforschung im Bereich Tourismus die Motive der Reisenden intensiver zu erforschen", so Dr. Matthias Buchert, Projektleiter am Öko-Institut e.V. "Daraus abgeleitet können attraktive Angebote für alle Beteiligten, die Reisenden selbst wie die Reiseveranstalter, entwickelt werden."

Nur mit gemeinsam erarbeiteten Programmen hat das Reisen eine nachhaltige Zukunft. Ein erster konkreter Ansatz läge nach Meinung der Forscher in der intensiveren Vermarktung des "Nahzieles" Deutschland.


Ab 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr
des heutigen Tages steht Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung:

Dr. Matthias Buchert (0 30/28 04 86-82)

Martin Schmied (schmied@oeko.de )
Christian Hochfeld (hochfeld@oeko.de )

Ilka Buchmann | idw

Weitere Berichte zu: Umweltbelastung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hochmodernes Forschungsflugzeug fliegt zurzeit über Europa
17.07.2017 | Universität Bremen

nachricht Baumgrenze wird nicht allein durch das Klima bestimmt
03.07.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops