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Mehrwegquote für 2003 liegt bei 60,6%

18.02.2004


Nur noch jeder siebte Fruchtsaft wird in Mehrweg abgefüllt

Nach dem Scheitern der "Geiz ist Geil - Strategie" kehrt der bundesdeutsche Einzelhandel wieder zurück zu seinem Lieblingsthema - dem Dosenpfand. Seit Jahren wird das nahe Ende verkündet - die Realität sieht aber anders aus: Die EU-Kommission hat kein Eilverfahren gegen die Pfandregelung beschlossen, der Verbraucher und der überwiegende Teil der Getränkeabfüller und des Fachhandels haben sich auf die Qualität der Mehrweggetränke rückbesonnen und den Gesamtkonsum aller Getränke wurde im vergangenen Jahr sogar absolut gesteigert. In der Folge hat sich Mehrweg wieder stabilisiert: So liegt die Mehrwegquote für das Jahr 2003 bei exakt 60,6 %. Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragt monatlich 12.000 Haushalte nach ihrem Konsumverhalten. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) hat sich bei der zeitnahen Verfolgung der Entwicklung der Mehrwegquote für den "Consumer Scan" der GfK entschieden. In der Vergangenheit wichen die Zahlen der GfK von denen der offiziellen Statistik der Bundesregierung nur wenig (meist unter einem Prozent) ab.

In einer Quartalsbetrachtung der Entwicklung der Mehrwegquote für den Zeitraum 2001 bis 2003 zeigen die Zahlen eindrucksvoll die Wirksamkeit des Pflichtpfandes: Fiel die Mehrwegquote in den Jahren 2001 und 2002 mit immer größerer Geschwindigkeit dramatisch ab. Im ersten Quartal 2001 lag die Quote noch bei 61,9% fiel sie auf 52,2 % im 4. Quartal 2002. Ihren absoluten Tiefststand erlebte sie im Monat Dezember mit 50,2%). Die Einführung des "Dosenpfandes" führte unmittelbar zu einer dauerhaften Stabilisierung der Mehrwegquote. Seit Januar 2003 liegt die Mehrwegquote fast exakt bei etwas über 60%. Damit besteht endlich die notwendige Investitionssicherheit für ca. 14.000 auf Mehrweg setzende Betriebe der Getränkewirtschaft mit ca. 200.000 Arbeitsplätzen. Und die Umwelt profitiert pro Jahr durch 450.000 Tonnen weniger Klimagas und über eine Milliarde weniger fehlgeworfener Einwegverpackungen, die zuvor unsere Landschaft vermüllten.

Die extrem niedrige Mehrwegquote beim Wein (14,9% für 2003) und den fruchthaltigen Getränken inkl. Wellness (16,5%) - Quelle jeweils GfK Consumer Scan - belasten die Gesamtmehrwegquote und verhindern derzeit, dass diese auch nur in die Nähe der 72%-Schutzquote kommt. Diese niedrigen Einzelwerte bei Wein und Säften sind zudem nicht naturgesetzlich zustande gekommen sondern Folge eines fortgesetzten Verstoßes großer Teile der einwegorientierten Lebensmittel- und Handelskonzerne. Somit ist es folgerichtig, dass ein Pfand auf diese Getränke in Einweg zum Jahresende ausgelöst wird.

| ots

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