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Kommunen: Umweltschutz in der Planung berücksichtigen

17.05.2001


Umfrage der Universität Trier unter 241 Städten und Gemeinden

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»GIS »KLL

Die Kommunen wollen zukünftig dem Umweltschutz in der Planung einen besonderen Stellenwert einräumen, das ergab eine Umfrage der Universität Trier unter 241 Städten und Gemeinden aus dem gesamten Bundesgebiet. Die überwiegende Mehrzahl (75 %) der befragten Kommunen gab an, dass sie beabsichtigen, den Umweltschutz besonders in der Planung zu berücksichtigen, alle anderen Kommunen sehen keinen zusätzlichen Handlungsbedarf.

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe "Klima Luft Lärm" (KLL) an der Universität Trier im Fachbereich VI - Geographie/Geowissenschaften, hat die Kontaktstelle für Technologie und Wissenstransfer im Sommer 2000 eine Umfrage unter Kommunen durchgeführt. Die Wissenschaftler interessierte besonders, wie durch den Einsatz eines Geographischen Informationssystems (GIS) der Klima- und Immissionsschutz im Rahmen der kommunalen Umweltplanung verbessert werden kann. "Klima", "Luft" und "Lärm" sind Umweltfaktoren im städtischen Ökosystem und wichtige Planungsfaktoren im Umweltschutz, die durch Maßnahmen im Zuständigkeitsbereich der kommunalen Verwaltung beeinflussbar sind. Aufgrund der Erfahrungen aus wissenschaftlichen Projekten der letzten vier Jahre, stellte die Arbeitsgruppe KLL fest, dass innerhalb der Verwaltungen Informationslücken bestehen. Dadurch können die Auswirkungen von Baumaßnahmen auf das lokale Klima in der Planung nicht so berücksichtigt werden, wie es nach dem Vorsorgeprinzip notwendig wäre. Gründe für diese Informationslücken sind unter anderem die Dauer und die Kosten für die Datenerfassung und -verarbeitung zur Erstellung klimatologischer Gutachten. Durch eine Umfrage sollte geprüft werden, wie groß das Interesse der Kommunen an diesem Thema ist und worin der größte Handlungsbedarf besteht.

Auf die Frage, ob sie beabsichtigen, den Umweltschutz, insbesondere die Schutzgüter "Klima" und "Luft" in der Planung besonders zu berücksichtigen, erklärten 180 der 241 befragten Kommunen dies als Ziel zukünftiger Planungen. Die Studie ergab aber auch, dass die Kommunen bisher nur zum Teil über flächendeckende Informationen zu den Umweltfaktoren Klima, Luft und Lärm für ihren Planungsbereich verfügen. Lediglich 38 % der Kommunen besitzen spezielle Karten, auf denen wichtige Planungsinformationen zum Klima- und Immissionsschutz dargestellt sind. Dieses Ergebnis führen die Wissenschaftler der Universität Trier auch auf die Tatsache zurück, dass 89 % der Verwaltungen Untersuchungen nicht selbst durchführen, sondern damit externe Gutachter beauftragen.
Einen möglichen Ansatz, diese Hemmnisse abzubauen, sieht die KLL im Einsatz von geographischen Informationssystemen (GIS), wodurch umweltrelevante Daten gebündelt bereitgestellt werden können. Dabei bieten sich durch die Nutzung eines verwaltungsweit einheitlichen GIS wichtige Einsparungs- und Optimierungspotentiale. Ein GIS kann zwar die Gutachten nicht ersetzen, stellt aber ein wichtiges Instrument dar, wie die Ergebnisse zügiger in das Planungsverfahren integriert werden können. Wie die Umfrage auch ergab, können bereits 75 % der befragten Kommunen wenigstens in Teilbereichen auf die Erfahrungen mit einem GIS zurückgreifen. Es liegen somit Grundlagendaten bereit, die auch für die Darstellung umweltrelevanter Informationen notwendig sind. Durch den Einsatz eines GIS können auch die Untersuchungsergebnisse externer Gutachter integriert und weiterverarbeitet werden. So ergeben sich Synergieeffekte und neue Informationen. Unter Verwendung datenverarbeitender Simulationsmodelle ist es zudem möglich, Planungsalternativen miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise können Maßnahmen für Menschen und Umwelt optimiert werden.

Weitere Ergebnisse der Umfrage können in einer Broschüre der Universität Trier bei der Kontaktstelle für Technologie- und Wissenstransfer (06 51/2 01-32 29) nachgelesen werden.

Pressemitteilung 86/2001
Trier, 17.05.2001
Universität Trier
Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
Tel.: 0651/201-4238
Fax: 0651/201-4247
E-Mail: Neyses@uni-trier.de


Heidi Neyses |

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