Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit der Umwelt rechnen

22.12.2003


Fraunhofer IAO hat gemeinsam mit Projektpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft eine Schnittstelle entwickelt, mit der umweltrelevante Daten auf einfache Weise aus ERP-Systemen dem betrieblichen Stoffstrommanagement für Analysen bereitgestellt werden können.



"Der Umwelt zuliebe" mag für viele Unternehmen ein Anstoß sein, Aspekte des Umweltschutzes in die Unternehmensphilosophie aufzunehmen - ein zwingender Grund das Thema strategisch anzugehen ergibt sich einerseits durch gesetzliche Vorgaben, andererseits zeigen wissenschaftliche Studien, dass Umweltschutz langfristig auch Kosten spart.



raunhofer IAO entwickelte im Projekt "CARE" die Spezifikation einer Schnittstelle, welche die Übermittlung von Daten zu den betrieblichen Stoff- und Energieströmen und den damit verbundenen Kosten zwischen Enterprise Resource Planning (ERP)-Systemen und Betrieblichen Umweltinformationssystemen (BUIS) ermöglicht.

BUIS helfen, den Aufwand für die Auswertung notwendiger Daten und Informationen zu reduzieren und die Transparenz der Umwelt- und Kostenaspekte in der Produktion zu erhöhen. In der Praxis verhindern allerdings zwei Problemfelder den vermehrten Einsatz von BUIS. Zum einen die schlechte Verfügbarkeit und Qualität von geeigneten Daten, zum anderen die mangelnde Verbindung ökonomischer und ökologischer Aspekte.

Die Lösung beider Probleme bietet Fraunhofer IAO zusammen mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart in einer Publicly Available Specification (PAS). Die Spezifikation definiert eine Schnittstelle, die den Datenaustausch zwischen BUIS und ERP-Systemen ermöglicht. Weil Betriebe ihre Daten über Stoff- und Materialbewegungen meist in ERP-Systemen verwalten, können Unternehmen über eine solche Schnittstelle diese Daten auch für ihre BUIS nutzbar machen. Dadurch reduziert sich der Aufwand der Datenerfassung für die Nutzung von BUIS erheblich. Zudem können Berechnungen aus BUIS in ERP-Systemen verwendet und dargestellt werden.

Die Veröffentlichung der PAS 1025 über das DIN ist auch in digitaler Form beim Beuth Verlag erhältlich. Die Spezifikation ist Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der infor business solutions AG, der TechniData AG und dem Institut für Umweltinformatik (ifu) Hamburg GmbH. Fraunhofer IAO und das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart koordinierten das Projektkonsortium.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Dr. Uwe Rey
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-22 21, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 87
E-Mail: Uwe.Rey@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.bum.iao.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: BUIS ERP-System Schnittstelle Spezifikation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise