Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Afrikas Fauna droht Ausverkauf

16.12.2003


Säugetiere stehen auf der schwarzen Liste



Afrikas Fauna wird durch den Handel mit so genanntem Bush-Meat, Fleisch von Schimpansen und anderen Wildtieren, extrem gefährdet. Allein aus dem Kongo-Becken werden jährlich mehr als fünf Mio. Tonnen Fleisch exportiert. Der Handel mit dem Bush-Meat erhöht den Druck auf die Biodiversität in West- und Zentralafrika, berichtet BBC-Online.

... mehr zu:
»Fauna »Zentralafrika


Besonders gefährdet sind nach Angaben verschiedener Umweltorganisationen die Bestände der Elefanten und der Menschenaffen. Abhilfe soll die Organisation Bushmeat Campaign, die derzeit in London eine Konferenz über den Handel mit Fleisch von Wildtieren abhält, bringen. Afrikanische Spitzenpolitiker wollen nämlich den illegalen und vor allem unkontrollierten Handel mit Bushmeat einschränken. "Es ist nicht die lokale Nutzung von Wild, die uns Sorge bereitet, sondern der Handel mit dem Fleisch über die Grenzen hinweg", erklärt Clarkson Oben Tanyi-Mbianyor, Kameruns Umweltminister. Ziel der Konferenz, an der auch Vertreter von Ghana teilnehmen, ist eine nachhaltige Nutzung von Bush-Meat. So sollen Eco-Guards eingesetzt werden, die die lokale Bevölkerung über die Folgen von dem Handel mit dem Fleisch aufklären sollen und auch neue Möglichkeiten zum Geldverdienen anbieten sollen.

Schutzgebiete in Wäldern sollen den Bestand der reichen Biodiversität garantieren. Ein großes Problem der Kontrolle sind die unglaublichen Ausdehnungen der Gebiete. Manche dieser Wälder sind bis zu 70.000 Hektar groß. Daher fordert die Organisation auch eine optimierte Kommunikation mit Eco-Guards aus benachbarten Wäldern. Diese Schutzgebiete sollen länderübergreifend sein, damit der illegale Handel mit dem Bush-Meat in ganz West- und Zentralafrika ein Ende findet. Mit der Schützenhilfe Großbritanniens soll den mehr als 150 Mio. Menschen, die in dieser Region leben und die zu den Ärmsten der Welt gehören, Alternativen geboten werden. Kritiker haben angebracht, dass der Heißhunger nach tierischem Eiweiss den Handel mit Bush-Meat niemals völlig eindämmen wird. Zoologen sind der Meinung, dass der Handel mit dem Fleisch eine reine Überlebensfrage für viele sei. Eine Kontrolle sei besser als ein Verbot. So könnte zum Beispiel bei einer auffälligen Abnahme von größeren Tieren wie Affen die Jagd auf Kleinsäuger verstärkt werden, um dennoch die Versorgung mit Fleisch zu gewährleisten. Adam Matthews, Bushmeat-Campaign Direktor, ist sich im Klaren darüber, dass die Diskussion um die Einschränkung mit dem Handel von Fleisch unbedingt im Kontext mit der Armut Afrikas untersucht werden müsse. Nur so können Strategien zur Erhaltung eines der reichsten ökologischen Gebiete der Welt geschaffen werden.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.thebushmeatcampaign.org
http://bushmeat.net
http://www.zoo.cam.ac.uk/ioz/projects/bushmeat.htm

Weitere Berichte zu: Fauna Zentralafrika

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Mit der Filtermembran auf den Weltmarkt
12.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Form eine Funktion verleihen

23.06.2017 | Informationstechnologie

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms

23.06.2017 | Förderungen Preise