Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aquafarm soll als Delikatesse begehrte Fechterschnecke vor dem Aussterben bewahren

17.11.2003


Conch-Republic in Florida züchtet Meeresschnecken




Mit einer Aquafarm wollen Wissenschaftler die große Fechterschnecke (Strombus gigas) vor dem sicheren Aussterben bewahren. Forscher schätzen, dass von den einst reichlich vorhandenen Schnecken in Florida nur noch etwa 40.000 übrig sind. Die restlichen Schnecken sind dem Kochtopf zum Opfer gefallen, denn Fechterschnecken zählen in der gesamten Karibik zu den größten Delikatessen, berichtet das Umweltnetzwerk ENN.



Die selbsternannte "Conch Republic" will zunächst 4.000 bis 5.000 Babyschnecken pro Jahr vor Key West auszusetzen. Die Tiere stehen in Florida seit 1975 unter Naturschutz, nachdem ihre Zahl rapide zurückgegangen war. Noch vor wenigen Jahrzehnten sollen alleine vor Key West Millionen Fechterschnecken vorgekommen sein, berichten Forscher des Mote Marine Laboratory in Sarasota/Florida. "Was mit den Fechterschnecken passiert ist, zeigt deutlich, wie es mit der Biodiversität der Ozeane aussieht", so Dave Lackland, Biologe des Mote Marine Laboratory. Die Schnecken seien ein Abbild des Zustandes der Meere. Die Schnecken dienten den Bewohnern der Karibik seit jeher als wichtige und vor allem als wertvolle Nahrung.

Die in der Aquafarm gezüchteten Schnecken sollen in einem Alter von einem Jahr wieder ausgesetzt werden. Dann sind die Tiere knapp sechs bis sieben Zentimeter groß. Ausgewachsene Fechterschnecken erreichen Größen bis zu 30 Zentimeter und wiegen bis zu zwei Kilogramm. Die Schalen der Schnecke zählen zu den begehrtesten Sammlerobjekten der Touristen und Malakologen. Nach dem CITES (Convention on International Trade in Endangered Species and Wild Fauna and Flora) -Abkommen ist die Einfuhr von Strombus-Schneckenhäusern weltweit jedoch verboten.

Weibliche Fechterschnecken produzieren pro Jahr bis zu 500.000 Eier, die in einer geleeähnlichen Masse bis zu neun Mal im Jahr abgelegt werden. Die Eier entwickeln sich zu mikroskopisch kleinen Larven, die sich nach 30 Tagen am Boden festsetzen. Bis eine Fechterschnecke geschlechtsreif ist, vergehen allerdings vier Jahre. Im Januar wird die neue "Conch-Republic" ihre Tore auch für Besucher öffnen. Die Schneckenfarm in Florida ist aber nicht die erste Einrichtung dieser Art: auf der Turks and Caicos Insel Providenciales gibt es bereits eine Conch-Farm, die etwa 750.000 Tiere jährlich produziert.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.strombusgigas.com
http://www.enn.com
http://www.cites.org

Weitere Berichte zu: Aquafarm Aussterben Fechterschnecke Schnecke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik