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Recycling mal anders - Medizinische Großgeräte fast vollständig wieder verwertbar

01.09.2003


Es fällt schwer, den Begriff Elektronikschrott auf einen millionenschweren Computertomographen anzuwenden - aber auch diese medizinischen Großgeräte müssen am Ende ihrer Lebenszeit irgendwann entsorgt werden. Siemens bietet seinen Kunden seit fünf Jahren an, Altgeräte zurückzunehmen. Damit diese dann nicht auf dem Müll landen, setzt die Medizintechniksparte auf die Recyclingfähigkeit der Teile. Inzwischen können Medizintechniksysteme wie Ultraschallgeräte, Röntgenanlagen und Magnetresonanztomographen zu mindestens 95 Prozent wieder verwertet werden. Das kommt nicht allein der Umwelt zugute: Es war auch möglich, die jährlichen Kosten für die Entsorgung zurückgenommener Geräte um ein Fünftel zu senken.



Das Röntgensystem Axiom Iconos R200 ist das erste Gerät, das die Experten in Forchheim und Kemnath schon bei der Konzeption und der Entwicklung bis zum Lebensende konsequent auf einen sparsamen Einsatz der Ressourcen getrimmt haben. Hier reduzierten sie im Vergleich zum Vorgängermodell die Bauteile um 70 Prozent. 99 Prozent des verwendeten Materials kommt später wieder in den Rohstoffkreislauf zurück. Miteinbezogen in den Prozess sind auch die Zulieferer. So ist etwa das Verpackungsmaterial des Röntgengeräts zu 90 Prozent wieder verwendbar.

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Das Axiom Iconos R200 verbraucht am Tag nur etwa 28 Kilowattstunden. Das entspricht etwa dem Energiebedarf von zwei Leuchten in einem Operationssaal, wenn man als Nutzungsgrad 20 Durchschnitts-Patienten pro Tag und eine Betriebsdauer von zehn Stunden annimmt. Es gelang den Entwicklern auch, die Dosis der Röntgenstrahlung um 93 Prozent zu verringern. Das schont zum einen die Patienten während der Untersuchung, zum anderen verlängert es die Lebensdauer der Röhre.

Norbert Aschenbrenner | Siemens NewsDesk

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