Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

USA wollen Umweltbeobachter werden

01.08.2003


Kritiker: Entschuldigung für Verschlafen dringender Aktionen



Die USA wollen eine internationale Umweltmonitoring-Initiative namens "International Earth Observation System" einrichten, um Informationen über den Umweltzustand der Erde zu erhalten. Das System soll auch dazu genutzt werden, um allfällige Entscheidungen in der Umweltpolitik zu treffen, berichtet BBC-Online. Die Kritiker hingegen sehen in dem amerikanischen Vorstoß nichts anderes als eine Verzögerungstaktik bei der Durchsetzung verschiedener Umweltschutzprogramme.

... mehr zu:
»Erwärmung »Meeresspiegel


Das US-State Department hat insgesamt 30 Staaten dazu eingeladen dem Treffen beizuwohnen. Prominente US-Politiker wie Colin Powell, Energie-Staatsekretär Spencer Abraham und der Wissenschaftsberater des Präsidenten John Marburger werden Reden schwingen. Beobachter attestieren anhand der prominenten Redner die Wichtigkeit der Initiative. Klar ist hingegen nicht, was das Beobachtungssystem eigentlich tun wird. Nach Angaben der Regierung sollen jedenfalls Umweltdaten gesammelt und von Experten verglichen werden. Umweltschutzorganisationen sehen darin ein Hinauszögern der Ratifizierung der Kyoto-Protokolle.

Insgesamt soll das Umweltmonitoring-Programm zehn Jahre lang laufen und sich dann auch auf Enwicklungsländer erstrecken. Budget für die Initiative gibt es noch keines. Umweltgruppen befürchten, dass Daten über den Zustand der Erde dafür verwendet werden könnten, nichts gegen die globale Erwärmung zu unternehmen. Weitere Datensammlungen sind sicher nicht schlecht, aber die Hinweise auf eine globale Erwärmung gebe es schon länger, dazu bedürfe es keiner weiteren Organisation mehr.

Mit neuen Argumenten gegen die Gefahren durch den Anstieg des Meeresspiegels müssen sich auch Inselstaaten des Pazifik herumschlagen, berichtet die australische Nachrichtenagentur ABC-Net. Bill Mitchell von der Australian Tidal Facility wird beim "Pacific Island Forum"-Treffen, das kommenden Monat in Auckland stattfindet, mitteilen, dass der Meeresspiegel erst seit knapp zehn Jahren beobachtet wird und daher zu früh sei irgendwelche Aussagen über einen Anstiegs zu treffen. Der Forscher wird auch vom Untergang bedrohte Staaten wie Tuvalu mit Argumenten aufklären, dass sich aus der Sicht eines Insulaners möglicherweise ein anderer Blickwinkel ergebe. "Es gibt moderate Bedenken über die Situation, aber sicherlich keine ernste Lage", so Mitchell. Der Wissenschaftler hat aber zugegeben, dass langfristig Schritte unternommen werden müssen.

pressetext.austria | Wolfgang Weitlaner
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk
http://www.abc.net.au

Weitere Berichte zu: Erwärmung Meeresspiegel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften