Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Messfahrt bescheinigt Donau über weite Strecken eine gute Gewässerqualität

04.09.2002


Simone Probst: Internationale Zusammenarbeit trägt Früchte

Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) hat heute in Wien die Ergebnisse der bislang umfangreichsten Erfassung der Donau-Gewässerqualität vorgelegt. Die Messungen zeigen, dass sich der Fluss über weite Strecken in einem guten, zum Teil aber noch mäßig belasteten Zustand befindet. Punktuell sind auch kritische Belastungen festgestellt worden, darunter bei Nährstoffen unterhalb von Budapest bzw. bei organischen Stoffen und Schwermetallen im Mündungsbereich von Nebenflüssen in Bulgarien und Rumänien. In Deutschland werden die Zielvorgaben zur Gewässergüte weitgehend eingehalten, wobei Auswirkungen des diesjährigen Sommerhochwassers nicht erfasst sind.

"Der Befund ist insgesamt erfreulich. Zeigt er doch, dass die internationale Zusammenarbeit unter schwierigen politischen Bedingungen in dieser Region bereits Früchte trägt. Nachdem erstmals ein Gesamtbild der Gewässergüte von Regensburg bis zum Donaudelta vorliegt, kommt es jetzt darauf an, im Rahmen der IKSD rasch gemeinsame Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Donau-Qualität festzulegen und umzusetzen. Zugleich sind die Anrainerstaaten gehalten, die festgestellten lokalen Belastungen deutlich zu verringern", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Simone Probst. Die Messfahrt sowie die folgende Auswertung wurden vom Bundesumweltministerium mit rund 500 000 Euro maßgeblich unterstützt.

Im August vorigen Jahres war ein Wissenschaftlerteam aus Deutschland, Österreich, der Slowakei, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien mit Unterstützung nationaler Expertenteams in Regensburg zu einer Messfahrt gestartet. An 98 Punkten entlang der 2600 Kilometer langen Strecke bis zum Donaudelta in Rumänien wurden Proben von Wasser, Gewässersedimenten, Schwebstoffen und Muscheln genommen und die im Fluss vorkommenden pflanzlichen und tierischen Organismen erfasst.

Die Messfahrt hat erstmals einen nach einheitlichen Methoden ermittelten Datensatz zum Donau-Zustand geliefert. Das ist ein wichtiger Beitrag zu der von der europäischen Wasserrahmenrichtlinie geforderten Bestandsaufnahme und damit Grundlage für die Erarbeitung und Koordinierung von Maßnahmeprogrammen im Rahmen der IKSD.

Weitere Informationen sind auf der BMU-Homepage  bzw. der Internetseite der IKSD  erhältlich.

Michael Schroeren | BMU Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de
http://www.icpdr.org

Weitere Berichte zu: Donau Donaudelta IKSD Messfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise