Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorbildlich: Kommunen machen sich fit für den Klimaschutz

01.02.2008
DBU fördert Energiemanagement-Projekt der Fachhochschule Erfurt mit 118.000 Euro

Ein positives Vorbild verändert mehr als alle Diskussionen. Deshalb hat die Fachhochschule Erfurt (FHE) die drei Modellkommunen Rheinberg (Nordrhein-Westfalen), Darmstadt (Hessen) und Eisenach (Thüringen) ausgewählt, um sie ökologisch und nachhaltig zu gestalten. Heute fällt der Startschuss für das dreijährige Projekt *Klimaschutz in Kommunen“. Zusammen mit dem Büro für zukunftsfähige Regionalentwicklung (BzR) in Hattingen entwickelt die FHE ein nachhaltiges Energiemanagement zur Vermeidung von Kohlendioxid (CO2).

*Unser ehrgeiziges Ziel ist es, den Klima-Aktionsplan der Europäischen Union deutlich zu übertreffen“, so Projektleiterin Prof. Dr. Heidi Sinning. Mindestens um 30 Prozent solle sich der CO2-Ausstoß in den Modellstädten bis 2020 - im Vergleich zu 1990 - verringern, beispielsweise durch vermehrte Nutzung von Solarenergie oder Förderung energetischer Gebäudesanierung. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Vorhaben mit 118.000 Euro.

20 Prozent CO2 -Verringerung zu 1990 fordere der Aktionsplan der Europäischen Union (EU) zum Klimaschutz bis 2020. *Aber viel besser ist es doch, aus eigenem Antrieb umzudenken und ökologisch und nachhaltig zu wirtschaften“, sagt Sinning vom Fachgebiet *Planung und Kommunikation“ der FHE. *Kommunen sollten ihren Bürgern ein Vorbild im sparsamen Umgang mit Energie sein. Damit verbessern sie gleichzeitig die Lebensqualität in der Stadt!“

... mehr zu:
»DBU »Energiemanagement »FHE »Klimaschutz

Zwar gebe es bereits einige ökologisch vorbildliche Kommunen in Deutschland wie das Bioenergiedorf Jühnde, die energieökologische Modellstadt Ostritz - St. Mariental oder die Solarstadt Freiburg, weiß DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. *Jedoch fehlen einheitlichen Standards für ein nachhaltiges kommunales Energiemanagement!“ Im geförderten Projekt werde nach einer Analyse der kommunalen Ansätze und Strukturen ein Kompetenznetzwerk aufgebaut und ein allgemeiner Handlungsleitfaden für Kommunen entwickelt. Durch gemeinsame Arbeitsgruppen und regelmäßige Rundschreiben solle es einen regen Austausch zwischen den Modellstädten geben, so Brickwedde. Daran beteiligt würden auch fünf weitere Kommunen: Petershagen (NRW), Alsfeld, Bad Wildungen, Viernheim (alle Hessen) und Halle (Sachsen-Anhalt). Diese Städte nähmen eine Beobachterfunktion ein, könnten Anregungen einfließen lassen und Ideen abgucken.

*Die Modellkommunen unterschiedlicher Größe wurden in einem bundesweiten Wettbewerb ausgewählt, weil dort an einem Strang gezogen wird“, erläutert Sinning. Nur so funktioniere das Projekt: Stadtverwaltung, ortsansässige Unternehmen und Organisationen hätten sich bereit erklärt, mitzumachen.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: DBU Energiemanagement FHE Klimaschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen