Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftsstudie: Social Business in Deutschland 2030

08.04.2011
Soziale Vision oder rentables Geschäftsmodell?

Im Vergleich zu klassischen betriebswirtschaftlichen Themen ist Social Business bislang kaum erforscht. Mit der nun vorliegenden Studie der EBS Business School „Social Business in Deutschland 2030“ wird erstmalig mit einer Zukunftsperspektive untersucht, inwieweit Social Business hierzulande als unternehmerisches Werkzeug zur sozialen Problemlösung dienen kann. Einst für Bangladesh entwickelt, verspricht Social Business, soziales Engagement und nachhaltiges Wirtschaften miteinander zu verbinden.

Was birgt die soziale Zukunft? Fruchtbare Zeiten, in denen jeder für jeden sorgt und damit jeder versorgt ist? Oder soziales Brachland, den Zusammenbruch des Wohlfahrtsstaates, Altersarmut und Vereinsamung? Mit diesen Fragestellungen und Lösungsansätzen beschäftigt sich die erste Zukunftsstudie zum Thema „Social Business in Deutschland 2030 – Soziale Vision oder rentables Geschäftsmodell?“ Die Studie, die am Center für Zukunftsforschung und Wissensmanagement (CEFU) der EBS Business School erstellt wurde, beschreibt die notwendigen Rahmenbedingungen für die Gründung und nachhaltige Existenz von Social Businesses. Sie zeigt zudem das ungeheure Potenzial von Social Business für eine hoch entwickelte und stark industrialisierte Wirtschaft wie Deutschland. Zu einem der ersten erfolgreichen deutschen Social Business gehört „Dialog im Dunkeln“.

Wertewandel: Sozial wird zur Tagesordnung
Die Studie bietet vielfältige und wegweisende Expertenmeinungen zu den Erfolgsfaktoren für das soziale Wirtschaften. Und sie räumt mit einem weit verbreiteten Mythos auf: Sozialunternehmer sind keine Sozialromantiker oder realitätsferne Weltverbesserer, sondern dem Menschen verbundene, und gerade deshalb scharf kalkulierende Entrepreneure, die ökonomischen und sozialen Erfolg miteinander verbinden. „Die Studie leistet einen wertvollen Beitrag dazu, das Wachstumsfeld Social Business speziell im deutschen Kontext zu verstehen“, sagte Dr. Inga-Lena Darkow, die die Studie an der EBS Business School geleitet hat. „Social Business steht ganz im Zeichen der Zeit – Unternehmen und Kunden sind für das Thema bereits sensibilisiert. Social Business muss sich jedoch noch weiter standardisieren, spezialisieren und professionalisieren, um sich als Geschäftsmodell für Deutschland etablieren zu können“, erklärte Darkow.
Perspektiven für die Zukunft
In der Studie wurde über eine Delphi-Befragung von 68 Experten sowie Interviews ein wahrscheinliches Szenario zum Thema Social Business entwickelt. Darüber hinaus werden vier Extremszenarien mit bewusst überspitzt gezeichneten Zukunftsbildern beschrieben, die unter den Überschriften „Sozialer Kümmerer“, „Soziales Paradies“, „Soziales Brachland“ und „Sozialer Kapitalismus“ firmieren.

Die Studie wurde im Rahmen der EBS-Initiative Center of Responsible Economy (CORE) gefördert, das als interdisziplinäres, universitätsübergreifendes Zentrum zum Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit arbeitet. Unterstützt wurde die EBS von Danone Deutschland, einem Unternehmen, das mit Grameen Danone Foods bereits über mehrjährige praktische Erfahrungen im Bereich Social Business verfügt und an der EBS Business School den ersten Lehrstuhl zu diesem Thema in Deutschland gegründet hat. „Es ist unser Anspruch, neue kreative Lösungsansätze für soziale und ökologischen Problemstellungen anzustoßen und auch hierzulande die Erforschung die Erforschung neuer unternehmerischer Ansätze zu fördern“, sagte Ramin Khabirpour, General Manager Fresh Dairy Products Central Europe. „Denn Grundlage für die Umsetzung erfolgreicher Social Business-Modelle ist die Kenntnis landesspezifischer Probleme: Ein Social Business Projekt, das etwa die Fehlernährung in Bangladesch bekämpft, kann nicht ohne weiteres auf Deutschland übertragen werden. Hier begegnet man anderen Herausforderungen, auf die die entsprechenden Ideen „zugeschnitten“ werden müssen,“ sagte Khabirpour, „Die nun vorliegende Studie soll mit dazu beitragen, dass Social Business auch in Deutschland zur unternehmerischen Realität wird.“

Kontakt:

EBS Business School

Dr. Heiko von der Gracht
Managing Director
Center für Zukunftsforschung und Wissensmanagement (CEFU)
EBS Universität i. Gr.
65189 Wiesbaden
Phone +49 611 7102 2100
E-Mail: heiko.vondergracht@ebs.edu
www.ebs.edu
Dr. Maria Quiros
Director
Center of Responsible Economy (CORE)
EBS Universität i.Gr.
65189 Wiesbaden
Phone +49 611 7102 2014
E-Mail: maria.quiros@ebs.edu
www.ebs.edu
Danone
Dr. Susanne Knittel
Head of External Communications & CSR
Richard-Reitzner-Allee 1
85540 Haar
Phone +49 89 62733-355
E-Mail: presse@danone.de
www.danone.de

Andreas Fritz | idw
Weitere Informationen:
http://www.ebs.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE