Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zahlungsbereitschaft für Hightech in Deutschland geringer als in anderen Ländern

01.03.2012
Internationale Studie des MÜNCHNER KREIS zeigt: Zahlungsbereitschaft länder- und anwendungsspezifisch unterschiedlich. US-Amerikaner und Brasilianer fürchten sich vor allem im Gesundheitsbereich vor zu hohen Kosten neuer Technologien. Befragte weltweit würden vor allem in Bildung investieren. „Zukunftsbilder der digitalen Welt“ werden auf der CeBIT, Halle 26, Stand G50, vorgestellt.

Lediglich rund fünf Prozent der Deutschen würden für einzigartige oder zeitsparende Technologien tiefer in die Tasche greifen. Hingegen sind 26 Prozent der Chinesen sowie 15 Prozent der Brasilianer bereit, mehr für solche Hightech-Produkte auszugeben.

Dies zeigt eine repräsentative internationale Zukunftsstudie, die TNS Infratest für den MÜNCHNER KREIS und zahlreiche weitere Partner durchgeführt hat. Interessant sind vor allem die Unterschiede in den verschiedenen Einsatzfeldern neuer Technologien: Besonders US-Amerikaner und Brasilianer befürchten, dass fortschrittliche Technologieprodukte im Gesundheitsbereich oder bei zukünftigen Mobilitätslösungen für sie zu teuer sind. Dagegen sind Länder übergreifend die Befragten am ehesten bereit, für ein digitales Schulbuch zu zahlen. In China sind dies 45 Prozent der Befragten, in Deutschland 28 Prozent.

Wie Nutzer die Zukunftstechnologien von morgen einschätzen, ist die zentrale Frage der Studie „Zukunftsbilder der digitalen Welt. Nutzerperspektiven im internationalen Vergleich.“, die vom MÜNCHNER KREIS zusammen mit 15 Partnern aus unterschiedlichen Branchen im Sommer 2011 durchgeführt wurde. Für typische Lebenssituationen wie beispielsweise „Wohnen und Energie“, „Lernen und Arbeiten“, aber auch „Mobilität und Konsum“ wurde erforscht, wie 16 exemplarische Zukunftstechnologien beim Nutzer ankommen. Hierfür wurden 7.231 Menschen aus den sechs Ländern Deutschland, Schweden, USA, Brasilien, China und Südkorea befragt.

Die Ergebnisse der Studie werden vom 6. bis 10. März 2012 auf der CeBIT in Hannover vorgestellt. Ein „Zukunftsraum“ in Halle 26 am Stand G50 des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt die Studienergebnisse anhand der exemplarischen Technologien und lädt zum Ausprobieren ein. Die gesamte Studie steht zum kostenfreien Download bereit unter: http://www.zukunft-ikt.de.

Die Studie „Zukunftsbilder der digitalen Welt. Nutzerperspektiven im internationalen Vergleich.“ wurde im Rahmen des Langzeitprojekts „Zukunftsstudie MÜNCHNER KREIS“ gemeinsam von den Herausgebern MÜNCHNER KREIS, EICT, Siemens, Deutsche Telekom, TNS Infratest, ZDF sowie den Förderern, dem IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Bird&Bird, Daimler, Deutsche Bank, Google, Sony, Technische Universität München und VDE (ITG) sowie den Kreativpartnern mc-quadrat und deep innovation durchgeführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als offizielles Projekt des Nationalen IT-Gipfel-Prozesses unterstützt.

Methodensteckbrief Zukunftsstudie 2011: Grundgesamtheit: Personen in Privathaushalten in Deutschland, Schweden, USA, Brasilien, China und Südkorea im Alter zwischen 18 und 70 Jahren, die das Internet regelmäßig nutzen; Auswahl: Onlinepanel; Daten gewichtet nach zentralen Merkmalen (Geschlecht, Alter und formale Bildung); Erhebung: Durchführung als Onlinebefragung (computergestütztes Webinterview – CAWI), 17.08.2011 bis 08.09.2011; insgesamt wurden 7.231 Personen befragt.

Till Breitung | idw
Weitere Informationen:
http://www.zukunft-ikt.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung

26.04.2017 | Medizin Gesundheit

Nose2Brain – Effizientere Therapie von Multipler Sklerose

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Bauübergabe der ALMA-Residencia

26.04.2017 | Architektur Bauwesen