Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie sich Wissenschaftssprachen und -kulturen unterscheiden: Deutsch und Italienisch im Vergleich

22.11.2010
Studie zur Wissensvermittlung im europäischen Hochschulraum wird von der VolkswagenStiftung mit rund 540.000 Euro gefördert – Tagung zur Wissenschaftssprache und Sprachpolitik im Januar 2011 in Tutzing

Wie Studierende lernen, ist in europäischen Ländern sehr verschieden. Während in deutschen Hörsälen beispielsweise der Diskurs, also der interaktive Austausch, eine wichtige Rolle spielt, setzen italienische Hochschulen hauptsächlich auf den reproduktiven Wissensausbau über Vorlesungen und Vorträge.

Worin die Unterschiede bestehen und welche Wechselwirkungen es zwischen Wissenschaftssprache und -kultur gibt, möchte Prof. Dr. Angelika Redder von der Universität Hamburg in einem deutsch-italienischen Gemeinschaftsprojekt untersuchen. Die VolkswagenStiftung unterstützt das Vorhaben im Rahmen ihrer Förderinitiative „Deutsch plus – Wissenschaft ist mehrsprachig“ mit rund 540.000 Euro.

Ziel des Projekts „Linguistische Profilierung einer europäischen Wissenschaftsbildung“ ist es, einen Beitrag zur vergleichenden Erforschung der wissensvermittelnden Hochschulkommunikation zu leisten. In den nächsten drei Jahren werden Linguisten der Universitäten Hamburg, Chemnitz, Bergamo und Modena die Wissenschaftssprachen von Lehrveranstaltungen an deutschen und italienischen Hochschulen mittels Ton- und Videoaufzeichnungen, Beobachtungen, Interviews und Befragungen analysieren.

Die zu erwartenden Erkenntnisse sind vor dem Hintergrund der Bolognareform und der Neuordnung des europäischen Hochschulraums hoch aktuell und praxisrelevant: Die Linguisten erhoffen sich Interventions- und Unterstützungsmaßnahmen für die wissenschaftliche Lehre unter den veränderten Bedingungen von Mehrsprachigkeit und Multikulturalität an wissenschaftlichen Einrichtungen in Europa.

Informationen zur Tagung
Im Rahmen der Förderinitiative „Deutsch plus – Wissenschaft ist mehr-sprachig“ werden auch Veranstaltungen gefördert, die das Thema Wissenschaftssprache Deutsch voranbringen. Zu „Deutsch in der Wissenschaft“ findet am 10. und 11. Januar 2011 eine Tagung in der Akademie für politische Bildung in Tutzing statt. Ziel ist es, die Rolle des Deutschen als Wissenschaftssprache in den unterschiedlichen Disziplinen zu diskutieren und sie auch als Anliegen der Sprachpolitik voranzubringen. Den Eröffnungsvortrag „Sprache. Und Politik“ hält Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert.
Kontakt VolkswagenStiftung
Kommunikation
Jens Rehländer
Telefon: 0511 8381 380
E-Mail: rehlaender@volkswagenstiftung.de
Förderinitiative
Dr. Thomas Brunotte
Telefon: 0511 8381 297
E-Mail: brunotte@volkswagenstiftung.de
Weitere Auskünfte und Kontakt
Universität Hamburg
Institut für Germanistik I
Prof. Dr. Angelika Redder
Telefon: 040 42838 2727
E-Mail: angelika.redder@uni-hamburg.de
Die Pressemitteilung steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20101122

Jens Rehländer | idw
Weitere Informationen:
http://www.volkswagenstiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie