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Wie Stress dem Gedächtnis hilft

19.11.2014

Emotional bedeutende Informationen bleiben am besten in Erinnerung
Hinweis auf die Entstehung von posttraumatischen Belastungsstörungen

Der Abruf von Gedächtnisinhalten funktioniert unter Stress zwar nicht gut. Aber dafür kann Stress beim Speichern neuer Informationen helfen – vor allem solchen, die in der stressigen Situation emotional bedeutend sind. An der Ruhr-Universität Bochum untersuchen Kognitionspsychologen um Prof. Dr. Oliver T. Wolf diese Zusammenhänge. Das Wissenschaftsmagazin RUBIN berichtet.

Fingiertes Bewerbungsgespräch löst Stress aus

Das Team testete, wie gut sich Menschen an Gegenstände aus einem fingierten Bewerbungsgespräch erinnern, das entweder in freundlicher oder Stress auslösender Atmosphäre stattfand – je nachdem wie sich das Gremium dem Bewerber gegenüber verhielt. Gestresste Personen erinnerten sich an mehr Gegenstände aus dem Gespräch als nicht gestresste Personen.

Vor allem die Objekte, mit denen das Gremium während des Gesprächs agiert hatte, blieben im Gedächtnis. Beim Erinnern scheint es also besonders darauf anzukommen, wie eng ein Gegenstand mit dem Stressor verbunden war. „Darin liegt möglicherweise ein evolutionärer Vorteil: Emotional wichtige Dinge sind in Stresssituationen bedeutender als neutrale und werden daher besser abgespeichert“, sagt Oliver Wolf.

Zusammenhang mit posttraumatischer Belastungsstörung

Die Erkenntnisse geben auch Hinweise auf Mechanismen, die bei der Entstehung von sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen ablaufen. Dabei werden Menschen, die eine lebensbedrohliche Situation durchlebt haben, immer wieder von Erinnerungen und Albträumen heimgesucht, die mit dem bedrohlichen Ereignis in Verbindung stehen.

Ausführlicher Beitrag im Wissenschaftsmagazin RUBIN

Ein ausführlicher Beitrag inklusive Bildmaterial findet sich im Onlinemagazin RUBIN, dem Wissenschaftsmagazin der RUB: http://rubin.rub.de/de/themenschwerpunkt-stress/gedaechtnis . Text und Bilder aus dem Downloadbereich dürfen unter Angabe des Copyrights für redaktionelle Zwecke frei verwendet werden. Sie möchten über neu erscheinende RUBIN-Beiträge auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie unseren Newsfeed unter http://rubin.rub.de/feed/rubin-de.rss .

Weitere Informationen

Prof. Dr. Oliver T. Wolf, Kognitionspsychologie, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22670, E-Mail: Oliver.T.Wolf@rub.de


Weitere Informationen:

http://rubin.rub.de/de/themenschwerpunkt-stress  - Themenschwerpunkt Stress in RUBIN

Meike Drießen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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