Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was kostet Wohnen in Europa?

26.06.2014

Deloitte Property Index zeigt: München teuerste deutsche Stadt

München gehört zu den Städten in Europa, in denen Wohneigentum am teuersten ist - und immer teurer wird. Hinter London und Paris rangiert die bayerische Landeshauptstadt ganz vorne im Städteranking.

Generell präsentiert sich der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland stabil.

Bei Entwicklung und Bau neuer Wohnanlagen befindet sich Deutschland im europäischen Durchschnitt.

Die Kosten für Wohneigentum liegen europaweit betrachtet im oberen Drittel, die Preise stiegen mit knapp 5 Prozent stärker als in den meisten anderen Ländern.

Dennoch ist Wohneigentum in Deutschland im europäischen Vergleich aufgrund großer regionaler Unterschiede in der Angebots- und Nachfragestruktur immer noch erschwinglich, wie der "Property Index - Overview of European Residential Markets" von Deloitte zeigt.

"Erstmals haben wir in unseren Property Index auch Irland, Portugal und Israel miteinbezogen. Die Analysen und Ergebnisse des Index spiegeln nicht nur die Ländersituationen wider, sondern geben auch wichtige Hinweise auf künftige Marktentwicklungen", erklärt Michael Müller, Partner und Leiter Real Estate bei Deloitte. 

Index fertiggestellter Wohnungen 2013

Rang    Land                   Fertige Appartements (pro 1.000 EW)

1         Russland                         2,58

2         Israel                              2,09

3         Frankreich                       2,00

4         Österreich                       1,86

5         Polen                              1,51

6         Niederlande                     1,22

7         Belgien                           1,22

8         EU-Durchschnitt              1,00

9         Deutschland                    0,99

10       Tschechische Republik      0,96

11       Dänemark                       0,87

12       Großbritannien                 0,82

13       Italien                             0,72

14       Portugal                          0,72

15       Irland                             0,70

16       Spanien                          0,35

17       Ungarn                           0,29

Weniger fertiggestellte Wohnungen

Bei fertigen Wohnungen bzw. Appartements ist europaweit ein Rückgang festzustellen. Pro 1.000 Einwohner sank die Zahl von 3,9 im Jahr 2011 bzw. 3,3 im Jahr 2012 auf 2,5 im Jahr 2013. Die meisten neuen Wohnungen sind in 2013 in Russland und Israel, die wenigsten in Ungarn und Spanien entstanden. Deutschland liegt 2013 im EU-Schnitt, konnte sich aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern.

Städte: Die Preise in München steigen weiter

Der Deloitte Property Index betrachtet neben Ländern auch europäische Metropolen. Hiernach ist München mit 5.600 Euro/qm das teuerste Pflaster in Deutschland - Tendenz steigend. Damit übersteigt München den deutschen Durchschnitt um 316 Prozent und wird bei der Überschreitung des Landesdurchschnitts nur noch von Moskau mit 365 Prozent übertroffen.

Die anderen untersuchten Metropolen in Deutschland (Berlin, Frankfurt und Hamburg) hatten in 2013 ebenfalls einen Preisanstieg zu verzeichnen. Die exklusivsten europäischen Städte bleiben London (knapp 10.000 Euro/qm) und Paris (gut 8.000 Euro/qm). Am anderen Skalenende stehen Warschau und Budapest.

Die Preise für Wohneigentum liegen im Durchschnitt mit etwa 4.000 Euro/qm in Großbritannien - dicht gefolgt von Frankreich und Israel - am höchsten, in Ungarn mit knapp 1.000 Euro am niedrigsten.

Tendenziell verzeichnet Spanien den stärksten Preisverfall.

Deutschland gehört zu den Ländern mit dem deutlichsten Preisanstieg in Europa, steht aber bei den absoluten Durchschnittspreisen nach wie vor im europäischen Mittelfeld.

Deutschland: Das Land der Mieter

Der Wohnungsbestand wuchs europaweit leicht von 473,6 pro 1.000 Einwohner im Jahr 2012 auf 475,9 im Jahr 2013. Den größten relativen Wohnraumbestand weisen Spanien und Portugal auf, den niedrigsten Israel, Polen, Russland und Belgien.

Deutschland liegt mit Österreich und Dänemark an vierter Stelle - und damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Dabei finden sich in Ungarn, Spanien und Italien die meisten (privaten) Wohnungsbesitzer, Deutschland weist dagegen die meisten Mieter auf.

und Mietnebenkosten) liegt Deutschland hinter Dänemark, Großbritannien, Frankreich und Österreich. Am günstigsten ist es in Russland, Israel und Ungarn. Gefälle.

Affordability Index: Zwischen zwei und zwölf Jahresgehältern für 70 qm Wie lange muss ein Verbraucher sparen, bis er sich Wohneigentum leisten kann? Hier dürfen sich die Deutschen freuen: Sie müssen nur etwas mehr als zwei Jahresgehälter für eine Wohnung von 70 qm aufwenden. Am teuersten kommt der Erwerb die Russen und Israelis - dort sind zehn bzw. zwölf Jahresgehälter erforderlich.

Verschuldungsgrad-Index: Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt

Eine maßgebliche Größe zur Beurteilung der Wohnungsmärkte ist auch der Verschuldungsgrad, also das Gesamtvolumen der Hypotheken im Abgleich mit dem jeweiligen BIP. Der Index positioniert Deutschland hier im Mittelfeld und unterhalb des europäischen Durchschnitts. Die Extreme markieren Russland mit einem Prozentsatz in einstelliger Höhe sowie Dänemark und die Niederlande mit jeweils über 100 Prozent.

"Der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland wird seine Erfolgsstory fortsetzen und ist aufgrund der guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der konservativen Finanzierungspraxis der Kreditinstitute weiterhin stabil und daher attraktiv für inländische und ausländische Investoren", schließt Michael Müller.

Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/V4t04 zum Download.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern und Gebieten verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. "To be the Standard of Excellence" - für mehr als 200.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: absolute Integrität, erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung und kulturelle Vielfalt. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited ("DTTL"), eine "private company limited by guarantee" (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und unabhängig. DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns

© 2014 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Pressekontakt:

Isabel Milojevic

Leiterin Presse

Tel: +49 (0)89 29036 8825

imilojevic@deloitte.de

Isabel Milojevic | presseportal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

nachricht »Zweites Leben« für Smartphones und Tablets
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metalle verbinden ohne Schweißen

Kieler Prototyp für neue Verbindungstechnik wird auf Hannover Messe präsentiert

Schweißen ist noch immer die Standardtechnik, um Metalle miteinander zu verbinden. Doch das aufwändige Verfahren unter hohen Temperaturen ist nicht überall...

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Metalle verbinden ohne Schweißen

23.04.2018 | HANNOVER MESSE

Revolutionär: Ein Algensaft deckt täglichen Vitamin-B12-Bedarf

23.04.2018 | Medizin Gesundheit

Wie zerfallen kleinste Bleiteilchen?

23.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics