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Zu viel Fernsehen macht unsozial und kriminell

20.02.2013
Langzeitstudie mit 1.000 Teilnehmern belegt auch psychische Probleme

Jugendliche, die sehr viel fernsehen, weisen im Erwachsenenalter unsoziales Verhalten auf und können sogar kriminell werden.

Das haben Forscher der Dunedin School of Medicine aus Neuseeland anhand einer Langzeitstudie festgestellt. Eine Gruppe von 1.000 Menschen, die 1972 und 1973 geboren wurde, hat man über Jahrzehnte beobachtet.

Nicht mehr als zwei Stunden

Kinder und Jugendliche sollten nicht mehr als zwei Stunden täglich fernsehen. Strafrechtlich verurteilte Personen hatten in ihrer Kindheit viel mehr Stunden vor der Flimmerkiste verbracht - schon mehr als vier Stunden gelten als übertrieben viel. Übermäßiger Konsum von TV führte bei vielen auch zu psychischen Erkrankungen.

"Das ist nicht die erste Studie, die zeigt, dass übermäßiger TV-Konsum mit bestimmten Defiziten einhergeht", sagt Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen http://www.br-online.de/jugend/izi , gegenüber pressetext. Allerdings habe sich die Medienlandschaft heute komplett verändert. TV sei nicht mehr das Leitmedium, das Web habe inzwischen einen höheren Stellenwert.

Früh Medienkompetenz beibringen

Laut der Expertin erfordert die neue Mediensituation auch einen anderen Umgang mit neuen Medien. "Je früher Kinder in ihrer Medienkompetenz geschult werden, umso besser", sagt Götz. "Das sind unsere Kulturtechniken und wir müssen lernen damit umzugehen - so wie Kinder fit für den Straßenverkehr gemacht werden, benötigen sie auch Kompetenzen im Umgang mit den neuen Medien."

Oranus Mahmoodi | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.dnmeds.otago.ac.nz

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