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VDE analysiert Auswirkung der Digitalisierung auf die Arbeitswelt von Elektroingenieuren

29.06.2017

Neues VDE-Papier zeigt die Chancen für die wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung am Beispiel Industrie 4.0

Bis 2025 wird Deutschland digital, das glauben 64 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen. Damit ändert sich auch die Arbeitswelt von Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik radikal. Vor allem mit Industrie 4.0 werden sich ihre Aufgabenbereiche und Kompetenzfelder deutlich wandeln.


Mit der Digitalisierung werden Berufsgruppen aus qualifizierten Experten und technischen Spezialisten entstehen mit einem deutlich höheren Qualifikationsniveau als heute.

Bild: VDE

Einerseits ersetzt Software standardisierte Aufgaben, andererseits werden neue Aufgaben entstehen, die ein hohes Maß an Systemverständnis, soziale Kompetenz und Kreativität verlangen. So werden Berufsgruppen aus qualifizierten Experten und technischen Spezialisten entstehen mit einem deutlich höheren Qualifikationsniveau als heute.

„Die Innovationsdynamik und Entwicklungsprozesse werden sich immer mehr beschleunigen. Für Ingenieure bedeutet das im Umkehrschluss, dass sie ihre Problemerkennungs- und Problemlösungskompetenz immer weiter entwickeln müssen. Ihre Weiterbildung wird immer individueller und ihr arbeitsintegriertes Lernen wird anhand aktueller realer Arbeitsinhalte stattfinden, „on the job“, erklärt Dr. Michael Schanz, Arbeitsmarktexperte im VDE.

Weiterbildung: Hochschulen in der Pflicht

Auch das Studium und die wissenschaftliche Weiterbildung in der Elektro- und Informationstechnik an Hochschulen werden sich in den nächsten Jahren radikal ändern. Das Bachelor-Studium sollte aus Sicht des VDE-Ausschusses Studium, Beruf und Gesellschaft ein fundiertes Basiswissen vermitteln. Dabei sollten die Studierenden ein fächer- und prozessübergreifendes Systemverständnis entwickeln.

Erst im Rahmen von Masterangeboten oder Promotion sollte die Spezialisierung erfolgen oder im Rahmen der betrieblichen und wissenschaftlichen Weiterbildung vertieft werden. „Nicht nur die Studierenden und die Ingenieure müssen sich wandeln, auch die Hochschulen müssen ihr Selbstverständnis anpassen und die wissenschaftliche Weiterbildung als Hochschulaufgabe etablieren. Für die Hochschulen bedeutet dies eine große Chance, den Prozess des lebenslangen Lernens noch mehr zu unterstützen“, fordert Schanz.

Zukünftig würden Industrie und Hochschulen auf allen Ebenen der Arbeitswelt eng verzahnt, um aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden zu transportieren.

Die VDE-Information „Bedeutung und Chancen für die wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung in der Digitalisierung am Beispiel Industrie 4.0“ gibt es kostenlos im VDE-Shop unter www.vde.com.

Über den VDE:
Der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik ist mit 36.000 Mitgliedern (davon 1.300 Unternehmen) und 1.200 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. Die Themenschwerpunkte des Verbandes reichen von der Energiewende über Industrie 4.0, Smart Traffic und Smart Living bis hin zur IT-Sicherheit. Der VDE setzt sich insbesondere für die Forschungs- und Nachwuchsförderung sowie den Verbraucherschutz ein. Das VDE-Zeichen, das 67 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Hauptsitz des VDE ist Frankfurt am Main.
www.vde.com.

Pressekontakt: Melanie Unseld, Tel. 069 6308461, melanie.unseld@vde.com

Weitere Informationen:

http://www.vde.com/shop

Melanie Unseld | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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