Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ursachen für Gebrechlichkeit im Alter entdeckt

25.05.2009
Gewichtszunahme in Lebensmitte entscheidend

Menschen, die im mittleren Alter übergewichtig oder fettsüchtig sind, haben später ein höheres Risiko, gebrechlich zu sein.

Eine Studie mit mehr als 1.000 Teilnehmern hat ergeben, dass jene, die in ihren Vierzigern zunahmen und später wieder Gewicht verloren, dem höchsten Krankheits- oder Sterberisiko ausgesetzt waren. Es wird angenommen, dass das mit einer Gewichtszunahme im mittleren Alter einhergehende Herzrisiko Männer dem Risiko der Gebrechlichkeit aussetzt, auch wenn sie an keiner offensichtlichen Krankheit leiden. Details der Studie wurden im European Heart Journal veröffentlicht.

Das Team um Timo Strandberg von der Universität Oulu betonte, dass Fettsucht ein wohl bekannter Risikofaktor bei kardiovaskulären Erkrankungen ist. Paradoxerweise haben Studien jedoch bei älteren Patienten mit Herzversagen nachgewiesen, dass Übergewicht auch eine schützende Funktion haben kann. Für die aktuelle Studie wurden Männer vom 25. Lebensjahr an bis in die Siebziger begleitet. Wie erwartet hatten jene, die nach dem 40. Geburtstag zunahmen, im mittleren Alter eine schlechtere Prognose als jene, die ein normales Gewicht behielten. Als das Team sich auf die Gesundheit in späteren Jahren konzentrierte, zeigte sich ein ganz anderes Bild.

Jene, die im mittleren Alter übergewichtig waren und später wieder abnahmen, verfügten in den Siebzigern über das höchste Sterberisiko und die höchste Sterblichkeit. Diese Gruppe hatte auch im mittleren Lebensalter das höchste kardiovaskuläre Risiko. Der wahrscheinlich nicht absichtliche Gewichtsverlust konnte nicht durch Krankheiten wie Krebs oder Herzversagen erklärt werden. Strandberg erklärte, dass ein ungesundes Gewichtsmuster in den Vierzigern später zu Gebrechlichkeit führen kann.

Die Ursache dafür sind wahrscheinlich kardiovaskuläre Probleme wie hoher Blutdruck und frühe Stadien von Diabetes. Gebrechlichkeit bedeutet den Verlust von Gewicht, Muskelschwäche, Erschöpfung und Anstrengung auch bei geringer körperlicher Aktivität und rückt laut BBC immer mehr in den Fokus der Wissenschaft. Sie scheint verbreitet zu sein aber keine offensichtlichen Ursachen zu haben.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.oulu.fi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften