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Trendstudie »Bank und Zukunft 2015« zeigt Reformbedarf bei Geschäftsmodellen von Banken auf

21.08.2015

Das Bankgeschäft und die Banken stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Das ist das Hauptergebnis der neu erschienenen Trendstudie »Bank und Zukunft 2015«. Nur noch ein Fünftel der befragten Vorstände und Führungskräfte geht von einer positiven Geschäftsentwicklung in den nächsten vier Jahren aus. Trotzdem zögern Banken noch immer, innovative Geschäftsmodelle einzuführen, um neue Ertragsfelder zu erschließen.

Die neueste Ausgabe der jährlich durchgeführten Trendstudie »Bank und Zukunft 2015« des Fraunhofer IAO zeigt: Vorstände und Führungskräfte von Banken sind verunsichert. Nach Jahren des Optimismus ist bei den Entscheidern die Erkenntnis gereift, dass es ein »weiter so« nicht mehr lange geben kann. Sinkende Erträge im angestammten Geschäft, die zunehmenden regulatorischen Auflagen sowie die abnehmende Loyalität der Kunden machen vielen Instituten bereits heute schwer zu schaffen.

Trotz dieses steigenden Drucks gehen Banken die notwendigen Veränderungen noch immer viel zu zögerlich an. Die Ergebnisse der IAO-Studie zeigen, dass Entscheider heute wieder primär auf Kostensenkungen abzielen, um kurzfristig entsprechende Effizienz-Kennzahlen erreichen zu können. Diese einseitige Kostenfokussierung führt jedoch zur Erosion der Basis für langfristiges Wachstum und ist somit langfristig oftmals kontraproduktiv.

»Im Moment scheuen noch zu viele Entscheidungsträger den Schritt zu Innovationen in komplett neue Geschäftsmodelle. Damit überlassen sie ihren Wettbewerbern die Chance, neue Ertragsfelder zu erschließen und längerfristig zu besetzen«, warnt Claus-Peter Praeg, der die Entwicklung im Rahmen des Innovationsnetzwerks »Bank und Zukunft« schon seit Jahren beobachtet.

Digitale Ökosysteme bieten Chance für neue Erträge

Die Trendstudie 2015 steht unter dem Motto »Banken in der digitalen Ökonomie« und zeigt Banken vielfältige Möglichkeiten auf, wie sie aus der Abwärtsspirale der reinen Kostenfokussierung ausbrechen können. Die zunehmende Digitalisierung des Alltags – sowohl bei privaten als auch geschäftlichen Bankkunden – eröffnet neue Wege für ertragreiches Banking.

»Es fehlen nicht die Möglichkeiten, sondern es mangelt oft am Mut, gewohnte Pfade zu verlassen und neue Wege zu beschreiten«, konstatiert Praeg. Das sei unbequem, riskant und fordere Führungskräften und Mitarbeitern viel Veränderungswillen und -fähigkeit ab.

»Banking muss neu gedacht werden, um seiner wichtigen Bedeutung im Leben vieler Menschen wieder zu entsprechen«, appelliert Praeg. Digitale Ökosysteme bieten Banken hierbei große Chancen, bisher nicht gekannte Kundenerlebnisse im Banking zu bieten und damit langfristig erfolgreich am Markt agieren zu können.

Ergebnisse werden auf den »Trendtagen Bank und Zukunft« im Oktober vorgestellt

Die Trendstudie »Bank & Zukunft 2015« ist ab sofort über den IAO-Shop zu erhalten. Die Möglichkeit, mit den Autoren der Studie sowie Bankexperten zu diskutieren, gibt es am 7. und 8. Oktober 2015 in Frankfurt am Main bei der jährlichen Konferenz »Trendtage Bank & Zukunft«, die das Fraunhofer IAO in Kooperation mit der IBM und der Commerzbank veranstaltet.

Ansprechpartner:

Claus-Peter Praeg
Business Performance Management
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970-2125
E-Mail: claus-peter.praeg@iao.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.bankundzukunft.de/ - Weitere Informationen zum Innovationsforum
https://shop.iao.fraunhofer.de/publikationen/trendstudie-bank-und-zukunft-2015.h... - Trendstudie »Bank & Zukunft 2015« im IAO-Shop
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/ueber-uns/presse-und-medien/1631-banken-bra... - Weitere Informationen

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

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