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Technologiestandort Deutschland bleibt top

24.05.2011
Deutschland wird auch in Zukunft ein weltweit führender Technologie- und Innovationsstandort bleiben. Voraussetzung ist jedoch, dass zukünftige politische Entscheidungen auf technologischen Lösungen aufbauen.

Die Studie "Technologiestandort 2020", die im Rahmen des 25. Deutschen Ingenieurtags vom VDI Verein Deutscher Ingenieure veröffentlicht wurde, zeigt, in welchen Branchen Deutschland führend ist. Dazu zählen beispielsweise die erneuerbaren Energien. Diese Branche wird bis 2020 über 200 Milliarden Euro in Deutschland investieren.

"Der VDI wirbt für eine Energiepolitik, die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit angemessen berücksichtigt. Erforderliche Investitionen werden auch Energie langfristig verteuern. Daher müssen Ingenieure intensiv an Systemen arbeiten, die den Energieverbrauch senken", betonte VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun.

Deutschland hat das Potenzial, zum Leitmarkt für Ressourceneffizienz zu werden. Angesichts steigender Energie- und Rohstoffpreise eröffnen sich für deutsche Technologien mit dieser Querschnittskompetenz gute Perspektiven. Als rohstoffarmes Land gehört der sorgfältige Umgang mit den Ressourcen zu "Deutschlands industriellen Kerntugenden".

ber auch traditionelle Schlüsselindustrien wie die Automobilbranche haben in Deutschland eine Zukunft. Gerade hier stehen gewaltige Herausforderungen bevor, um Ressourcenverbrauch und Emissionen zu mindern. "Neben dem Elektroauto müssen wir alle technologischen Optionen weiterverfolgen", so Braun, "etwa die Entwicklung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen." Genauso wichtig und viel versprechend ist der Einsatz von neuen und optimierten Werkstoffen, um das Fahrzeuggewicht zu senken.

Auch wenn die Studie belegt, dass Deutschland technologisch für die Zukunft gut gerüstet ist, muss die Skepsis vieler Bürger gegenüber technologischen Neuerungen und Entwicklungen abgebaut werden. "Das Werben um Vertrauen in die Technik ist eine der größten Herausforderungen, vor der der Technologiestandort Deutschland in den nächsten Jahren steht", ergänzte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Dafür ist das Verständnis der Gesellschaft für Technik enorm wichtig.

Aus VDI-Sicht muss daher eine umfassende und bundeseinheitliche Bildungsstrategie entwickelt werden, gerade vor dem Hintergrund des gravierenden Fachkräftemangels. Aktuell fehlen in Deutschland fast

70.000 Ingenieure - ein Mangel, der sich noch dramatisch verstärken wird, wenn ab 2020 erstmalig die Ingenieure der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen.

Marco Dadomo | VDI
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de

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