Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studienteilnehmer für Pollenallergie-Studie gesucht

31.05.2011
Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München suchen Allergiker und Asthmatiker, die im Rahmen einer Pollenallergiestudie ein Symptom-Tagebuch führen. Am gemeinsamen Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM) wollen die Forscher untersuchen, ob die Menge oder der Allergengehalt der Pollen ausschlaggebend für die Stärke der Beschwerden sind.

Münchener Wissenschaftler suchen im Rahmen eines EU-weiten Forschungsprojekts erneut Allergiker oder Asthmatiker aller Altersgruppen, die ab sofort ihre Symptome in einem Online-Tagebuch eintragen.

„Der Gräserpollenflug hat gerade begonnen, deshalb suchen wir jetzt Betroffene, die sich für die Studie registrieren lassen“, so Projektleiter Prof. Dr. Jeroen Buters. Wie auch während der Birkenpollensaison wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob die Beschwerden mit der Menge der Gräserpollen korrelieren, oder mit deren Allergengehalt. Vor allem der Allergengehalt der Pollen unterliegt starken Schwankungen. Die Teilnahme ist kostenlos und bedarf nur einer kurzen Registrierung auf der Seite des Symptom-Tagebuchs*. Danach beträgt der Aufwand etwa eine halbe Minute pro Tag.

Die Ergebnisse könnten weitreichende Konsequenzen haben. So wird für die bisherigen Pollenflugkalender nur die Anzahl der Pollen in der Luft gemessen. Bestätigt sich jedoch die Vermutung der Wissenschaftler, könnte sich dies als irrelevante Messgröße entpuppen. Dann wäre es nötig, Geräte anzuschaffen, die zukünftig den Allergengehalt der Pollen bestimmen.

Auch für Betroffene lohnt sich die Teilnahme an der Studie: Das Tagebuch vergleicht die eingegebenen Daten mit den derzeit fliegenden Pollen und stellt die Ergebnisse auf Knopfdruck grafisch dar. Dies kann helfen herauszufinden, auf welche und wie viele Pollen man reagiert. Patienten, die sich bereits in Therapie befinden, können überprüfen, ob die Behandlung bei ihnen anschlägt.

Weitere Informationen

Pollensymptomtagebuch:
http://*www.hialine.eu/en/pollentagebuch.php
Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM)
http://www.zaum-online.de
Munich Allergy Research Center:
http://www.marc-allergy.de
Hintergrund
Gräserpollen stellen nach Hausstaubmilben die zweitwichtigste Gruppe von Allergenen dar. Birkenpollen liegen auf Platz vier. Eine frühere Studie zeigte, dass der Allergengehalt von Birkenpollen um das bis zu Zehnfache schwankt.

Original-Publikation:

Buters, J. et al. (2010): The allergen Bet v 1 in fractions of ambient air deviates from birch pollen counts. – Allergy. First published online: 4 FEB 2010 (DOI: 10.1111/j.1398-9995.2009.02286.x)

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1398-9995.2009.02286.x/abstract;jsessionid=4B3AD47E5724864B5BC7C7C38272F892.d01t02

Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Als führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health erforscht es chronische und komplexe Krankheiten, die aus dem Zusammenwirken von Umweltfaktoren und individueller genetischer Disposition entstehen. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit etwa 31.000 Beschäftigten zusammengeschlossen haben.

Das Zentrum Allergie und Umwelt (Leitung: Prof. Dr. Carsten Schmidt-Weber) in München ist eine gemeinsame Einrichtung von Helmholtz Zentrum München und Technischer Universität München. Die in der deutschen Forschungslandschaft einzigartige Kooperation dient der fachübergreifenden Grundlagenforschung und Verknüpfung mit Klinik und klinischen Studien. Durch diesen translationalen Ansatz lassen sich Erkenntnisse über molekulare Entstehungsmechanismen von Allergien in Maßnahmen zu ihrer Vorbeugung und Therapie umsetzen. Die Entwicklung wirksamer, individuell zugeschnittener Therapien ermöglicht betroffenen Patienten eine bessere Versorgung.http://www.zaum-online.de

Ansprechpartner für die Medien

Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg . Tel.: 089-3187-3946. Fax 089-3187-3324. E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Fachlicher Ansprechpartner

Prof. Dr. Jeroen Buters, Helmholtz Zentrum München und Technische Universität München Zentrum Allergie und Umwelt E-Mail: buters@lrz.tu-muenchen.de

Susanne Eichacker | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics