Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie zu internationalen IT-Fachkräften: Gute Chancen für Südeuropäer

23.01.2013
Die aktuelle Studie „IT-Fachkräfte international rekrutieren“ zeigt Trends bei der Suche nach IT-Experten aus dem Ausland bei Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf.
Ein Ergebnis: Wirtschaft und Wissenschaft haben sehr unterschiedliche Ansätze bei der Rekrutierung Ein zweites Ergebnis: Fachkräfte aus Südeuropa werden an Bedeutung gewinnen. Herausgeber der Studie ist der deutsche Software-Cluster.

Neben der Aus- und Weiterbildung einheimischer Fachkräfte ist die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften aus dem Ausland eine weitere Strategie, um das Fachkräfteangebot in der deutschen Softwarebranche zu vergrößern. Die Studie „IT-Fachkräfte international rekrutieren“ des Software-Clusters bietet eine Trendanalyse des Vorgehens deutscher Software-Unternehmen und –Forschungseinrichtungen und identifiziert Probleme und Schwächen bei der Umsetzung von Rekrutierungsprogrammen.
Wesentliche Ergebnisse der Studie und Handlungsempfehlungen sind:

Neue Schwerpunkte bei der Suche nach Fachkräften:

Für Wissenschaft und Wirtschaft ist die Verfügbarkeit fachlich passender Bewerber der wichtigste Punkt für die Wahl des Rekrutierungslandes, gefolgt von Sprachkenntnissen in Englisch und Deutsch. Noch suchen Unternehmen überwiegend in Osteuropa nach Fachkräften. Viele Befragte erwarten aber, dass sich dieser Schwerpunkt in Zukunft auf Länder im Süden Europas wie Spanien, Italien und Griechenland verlagern wird. In der Wissenschaft liegen andere Rekrutierungsländer im Trend. Die befragten Forschungseinrichtungen gehen davon aus, dass Süd- und Mittelamerika und die skandinavischen Länder zu den USA und Kanada aufschließen und China, Indien und Pakistan hinter die europäischen Länder zurückfallen werden.

Gesucht werden Spezialisten im Bereich Forschung und Entwicklung:

Die größte und wachsende Nachfrage besteht nach Spezialisten mit spezifischen Fachkenntnissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Beratung und Projektmanagement sowie Implementierung. Führungskräfte und Manager sowie Dozenten und Professoren werden nur selten im Ausland gesucht.
Sprachbarrieren und Rechtsunsicherheit sind die größten Hürden:

Rechtliche Fragen zur Beschäftigung ausländischer Fachkräfte und Verständigungsprobleme belasten die Rekrutierungsbemühungen der Arbeitgeber. In der Wissenschaft ist ein weiteres Problem, dass Bildungsabschlüsse noch immer nicht international vergleichbar und damit für Arbeitgeber schwer einzuschätzen sind. Alle Akteure beklagen den hohen Zeitaufwand, der für die Suche nach geeigneten Bewerbern im Ausland nötig ist.
Software-Cluster als idealer Partner:

Die Position des Software-Clusters an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Forschung und Lehre macht ihn zu einem idealen Anlaufpunkt für die Koordination internationaler Rekrutierungsvorhaben. Bei der weiteren Entwicklung des Software-Clusters geht es auch darum, Informationsangebote rund um die Beschäftigung internationaler Arbeitnehmer und internationale Abschlüsse zu schaffen und noch stärker länderübergreifende Forschungsprojekte anzustoßen.

Zur Datenquelle: Für die Studie wurden Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Hochschulen in der Software-Cluster-Region zu ihren Erfahrungen mit internationaler Rekrutierung befragt. Ausgewertet wurden die Antworten von 98 Unternehmen, überwiegend IT-Dienstleister mit weniger als 250 Mitarbeitern, sowie 17 wissenschaftlichen Einrichtungen mit einem Schwerpunkt in Forschung und Lehre.
Autoren der Studie sind die IHK Darmstadt gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Software-Engineering (IESE) in Kaiserslautern, dem Kompetenzzentrum Informatik Saarland sowie der imc Information Multimedia Communication AG aus Saarbrücken.

Die Studie steht zum Download bereit unter
http://www.software-cluster.org/de/swc/ergebnisse/studien

Bernd Hartmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.software-cluster.org/de/swc/ergebnisse/studien

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops