Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie »Industrie 4.0 Ready Services«

13.08.2014

Einsatz neuer Technologien wird den Technischen Service stark verändern.

Die Ergebnisse einer Expertenbefragung des Fraunhofer IAO auf der internationalen Fachmesse »MAINTAIN 2014« belegen die hohe Relevanz des Themas »Industrie 4.0 Ready Services«.

Deutlich wird, dass Technologietrends im Umfeld der Industrie 4.0 den Technischen Service im verarbeitenden Gewerbe stark verändern werden. Unternehmen sind mehr denn je gefordert, ihren Technischen Service für die Industrie 4.0 fit zu machen.

Unter dem Schlagwort »Industrie 4.0« werden derzeit die Veränderungen in den Wertschöpfungsstrukturen produzierender Unternehmen zusammengefasst, welche die digitale Vernetzung der Fabriken mit sich bringt. Doch nicht nur produzierende Betriebe, auch das industrielle Servicegeschäft wird sich unter dem Einfluss aktueller technologischer Entwicklungen verändern.

Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer IAO Besucher der internationalen Fachmesse für industrielle Instandhaltung »MAINTAIN« zur Relevanz von »Industrie 4.0«-Technologien für die Servicebereiche produzierender Unternehmen befragt. 

Die Ergebnisse der Kurzstudie »Industrie 4.0 Ready Services« zeigen, dass der Einsatz neuer Technologien zu neuen Serviceprodukten und Wertschöpfungskonzepten sowie veränderten Aufbau- und Ablauforganisationen im Technischen Service führen wird.

Auch die Kombination verschiedener Technologien könnte bisherige Serviceprozesse maßgeblich beeinflussen. So wird erwartet, dass der Einsatz von Empfehlungsdiensten in Verbindung mit Vertriebsportalen und Service-Produkt-Konfiguratoren den Vertrieb von Serviceprodukten gravierend verändern wird. 

Darüber hinaus verdeutlichen die Studienergebnisse, dass die Befragten den Technologieeinsatz mit hohen Produktivitätspotenzialen bei unterschiedlichen Serviceprozessen verknüpfen. Die höchsten Produktivitätszuwächse erwarten sie bei der Dokumentation von Serviceprozessen, in der Einsatzplanung und im Bereich der Servicequalifizierung.

Der Einsatz neuer Technologien ist mit Chancen, aber auch mit Hemmnissen verbunden. Diese werden nicht allein in mangelnden finanziellen Mitteln gesehen, sondern auch in der Herausforderung, neue Technologien mit bestehenden Prozessen und Abläufen in Einklang zu bringen.

Das Fraunhofer IAO präsentierte auf der Fachmesse »MAINTAIN« in München mit fünf weiteren Fraunhofer-Instituten Technologietrends im Technischen Service. Die Expertenbefragung zur Relevanz von »Industrie 4.0«-Technologien für die Servicebereiche produzierender Unternehmen bildete ein Element des Messe-Konzepts.

In einer Mischung aus Interview und standardisierter Befragung konnte das Meinungsbild von 82 Besuchern des Fraunhofer-Messestands eingefangen werden. In der Mehrzahl handelte es sich dabei um Service-Verantwortliche von Herstellern oder Industriedienstleistern.

Ansprechpartner:
Bernd Bienzeisler
Dienstleistungsarbeit
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart, Germany

Weitere Informationen:

http://www.maintain-europe.com
http://wiki.iao.fraunhofer.de/index.php/Industrie_4.0_Ready_Services

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie