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RUB-Forscher leiten Lärmwirkungsstudie in Berlin und Brandenburg

08.05.2012
Macht Verkehrslärm krank?
Wie sich die Folgen für Lärmbetroffene mindern lassen
RUB-Forscher leiten Lärmwirkungsstudie in Berlin und Brandenburg

Unter der Leitung von Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum (RUB) läuft rund um den Flughafen Berlin-Brandenburg ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das sich mit der Wirkung von Flug-, Schienen- und Straßenverkehrslärm auf die Bevölkerung beschäftigt.

Die Studie mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird aus öffentlichen Mitteln des Landes Hessen finanziert und durch das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) des Landes Brandenburg unterstützt.

Datenschutz garantiert

Welche Folgen haben Flug-, Straßen- und Schienenlärm für die Lebensqualität und die Gesundheit von Menschen in dieser Region? Und was kann getan werden, um die Folgen für die Betroffenen zu mindern? Um diese Fragen zu beantworten, haben Forscher der RUB und des Sozialwissenschaftlichen Umfragezentrums (SUZ) aus Duisburg mit ersten telefonischen Befragungen begonnen.

Zuvor erhielten zufällig aus dem Einwohnermelderegister ausgewählte Personen ein Anschreiben, in dem sie um ihre Teilnahme an der Befragung gebeten wurden. Großen Wert legen die Wissenschaftler auf den Datenschutz und sichern zu, dass alle Angaben der befragten Personen streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben werden. Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, bitten die Forscher alle angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung und Teilnahme.

Die Auswirkungen des Lärms auf die Gesundheit

Die Lärmwirkungsstudie „NORAH“ (Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health, zu Deutsch: Zusammenhänge zwischen Lärm, Belästigung, Denkprozessen und Gesundheit) hat das Ziel, eine wissenschaftlich abgesicherte Beschreibung der Auswirkungen des Lärms verschiedener Verkehrsarten auf die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Wohnbevölkerung zu erhalten. Dazu haben sich mehrere renommierte Forschungs- und Fachinstitutionen der Medizin, Psychologie, Sozialwissenschaft und Akustik zu einem Forschungskonsortium zusammengeschlossen. Die telefonischen Befragungen finden in den Wohngebieten rings um die Flughäfen Berlin-Brandenburg, Frankfurt/Main, Köln/Bonn und Stuttgart statt.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Rainer Guski, Fakultät für Psychologie der RUB, 0234/32-23030, guski@norah-studie.de

Angeklickt
Mehr zur Studie:
http://www.norah-studie.de
Redaktion: Daniel Duhr

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.norah-studie.de
http://www.ruhr-uni-bochum.de

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