Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Professionelles Synergiemanagement ist entscheidend für eine erfolgreiche Post Merger Integration (PMI)

14.11.2011
Neue Roland Berger-Studie

- Weltweites Volumen für Mergers & Acquisitions (M&A) steigt im Jahr 2011 voraussichtlich auf 1,6 Billionen Euro

- Der Wert nicht erfolgreicher Transaktionen beläuft sich auf geschätzte 388 Milliarden Euro

- 80 Prozent dieser Transaktionen scheitern wegen unprofessionellen Integrations- und Synergiemanagements

- Die Einbindung eines PMI-Managers schon zum Start eines M&A-Prozesses ist neben der richtigen Auswahl und Anordnung der Synergiemaßnahmen von großer Bedeutung

Nach einer deutlichen Abkühlung in den Jahren 2008 und 2009 verzeichnet der weltweite M&A-Markt 2011 wieder eine Erholung und wird voraussichtlich bis zum Jahresende auf ein Transaktionsvolumen von rund 1,6 Billionen Euro wachsen. In diesem Zusammenhang steigt aber auch der Wert der Übernahmen, die erfolglos bleiben, auf geschätzte 388 Milliarden Euro an.

Hauptursache ist in 80 Prozent der Fälle ein unprofessionelles Integrations- und Synergiemanagement im Rahmen des PMI-Prozesses. Das ist das Ergebnis der Studie "Synergiemanagement für die erfolgreiche Post Merger Integration" von Roland Berger Strategy Consultants. Die Studie basiert auf einer Umfrage und Interviews von mehr als 130 Unternehmen aus 15 verschiedenen Branchen.

Der weltweite Markt für M&A-Transaktionen zieht wieder an und wird bis zum Jahresende ein Gesamtvolumen von rund 1,6 Billionen Euro erreichen. "Trotz dieser positiven Entwicklung werden im gleichen Zeitraum schätzungsweise Transaktionen im Wert von 388 Milliarden Euro erfolglos sein. Denn viele Unternehmen schaffen es nicht, nach einer Übernahme die erhofften Synergien im geplanten Maße umzusetzen", sagt Thomas Rinn, Partner von Roland Berger.

Die entscheidende Rolle des PMI-Managers

Als Grund für gescheiterte Transaktionen nennen 80 Prozent der befragten Unternehmen ein unprofessionelles Integrations- und Synergiemanagement im Zuge einer Fusion. "Um eine M&A-Transaktion zum Erfolg zu führen, müssen Unternehmen die richtigen Synergiehebel innerhalb eines konkreten Zeitplans einsetzen", erklärt Oliver Knapp, Partner von Roland Berger. "So sollten zum Beispiel Einkaufsmengen optimal gebündelt, die Produktionskapazitäten besser ausgelastet und die Bemühungen um die Entwicklung neuer Produkte kombiniert werden."

Solche Synergiemöglichkeiten nach einer Übernahme zu identifizieren und zu steuern, sollte die Aufgabe eines PMI-Managers sein. Deshalb halten es 70 Prozent der Befragten für wichtig, dass ein PMI-Manager schon vor Beginn der Verhandlungsphase eines M&A-Prozesses nominiert wird. Allerdings setzen nur knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen dies tatsächlich um. "Die Funktion eines PMI-Managers ist sehr komplex und zeitaufwändig. Das heißt: Wer diese Funktion im neu entstandenen Unternehmen übernimmt, sollte sie auch vollzeitig bekleiden, um wirklich erfolgreich zu sein", meint Thomas Rinn.

Über 70 Prozent der Unternehmen teilen diese Einschätzung - doch nur 37 Prozent setzen sie tatsächlich um. Außerdem sollte der PMI-Manager aus dem Top-Management des Unternehmens stammen, meinen 95 Prozent der Umfrageteilnehmer. "Das zeigt ganz eindeutig, welche verantwortungsvolle Funktion dem PMI-Manager zugeschrieben wird. Denn er ist für das Gelingen einer Übernahme maßgeblich zuständig", so Oliver Knapp.

Auf die richtige Auswahl der Synergiemaßnahmen kommt es an

Einer der entscheidenden Faktoren für ein erfolgreiches Synergiemanagement ist die Auswahl geeigneter Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Unternehmens. Dabei spielen vier Kriterien eine wesentliche Rolle: Wirkung, Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit der Maßnahmen sowie ihre Einbidung in die jeweilige Unternehmenskultur. "Wenn es um wichtige Umstellungen im Unternehmen geht, sollten die Mitarbeiter so schnell wie möglich informiert und eingebunden werden", so Thomas Rinn. "Denn passt eine Maßnahme nicht zur Unternehmenskultur und wird sie von den Mitarbeitern nicht akzeptiert, so ist ihre Umsetzung sehr problematisch." So messen 84 Prozent der Studienteilnehmer der frühzeitigen und regelmäßigen internen Kommunikation im Laufe eines M&A-Prozesses eine hohe Bedeutung bei.

Ebenso wichtig ist auch die zeitliche und inhaltliche Abstimmung aller Maßnahmen. Dabei muss das Unternehmen die Auswirkung der Maßnahmen aufeinander berücksichtigen, um möglichen negativen Folgen vorzubeugen. Darüber hinaus muss der festgelegte Zeitplan für die Umsetzung der Synergiemaßnahmen realistisch sein, um nachträgliche, aufwändige Planänderungen zu vermeiden.

Die Studie können Sie kostenlos bestellen unter:
www.rolandberger.com/pressreleases
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter:
www.rolandberger.com/press-newsletter
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit über 2.000 Mitarbeitern und 43 Büros in 31 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von mehr als 200 Partnern.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Claudia Russo
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 89 9230-8190
e-mail: claudia_russo@de.rolandberger.com

Claudia Russo | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik