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Perflourierte Chemikalien beeinträchtigen Fruchtbarkeit

29.01.2009
Hohe Werte verzögern Eintreten einer Schwangerschaft

Chemikalien, die üblicherweise in der Verpackung von Lebensmitteln, Polstermöbeln und Teppichen vorkommen, können unter Umständen die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen. Wissenschaftler der University of California untersuchten die Werte der perfluorierten Chemikalien (PFC) im Blut von 1.240 Frauen. Es zeigte sich, dass Frauen mit höheren Werten eher erst später schwanger wurden. Details der Studie wurden im Fachjournal Human Reproduction veröffentlicht.

Perfluorierte Chemikalien werden von der Industrie gerne eingesetzt, da sie hitzebeständig sowie wasser- und ölabweisend sind. Große Konzentrationen wurden laut BBC bereits mit Organschädigungen bei Tieren in Zusammenhang gebracht. Darüber hinaus haben die Chemikalien die Fähigkeit, lange Zeit im Körper zu bleiben. Im Rahmen der Tests analysierten die Forscher Blutproben der Frauen und befragten sie, ob deren Schwangerschaft geplant war und wie lange es dauerte, bis sie schwanger wurden. Die Menge der im Blut nachgewiesenen Chemikalie reichte von 6,4 Nanogramm pro Milliliter Blut bis zu 106,4 Nanogramm.

Als die Frauen entsprechend den Blutwerten in vier Gruppen aufgeteilt wurden, zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit einer Unfruchtbarkeit bei Frauen mit höheren Chemikalien-Werten deutlich höher war. Laut Chunyuan Fei, einer der Mitautorinnen der Studie, hätten frühere Studien nahegelegt, dass diese Chemikalien das Wachstum des Kindes in der Gebärmutter beeinträchtigen könnten. Frauen mit höheren Chemikalien-Werten hätten laut der aktuellen Studie zusätzlich mehr Probleme mit unregelmäßigen Menstruationszyklen.

Denkbar sei daher, dass die Beeinflussung des Hormonhaushalts dafür verantwortlich ist. Studienleiter Jorn Olsen erklärte, dass das Team derzeit auf weitere Studien warte, die den Zusammenhang zwischen Fruchtbarkeitsproblemen und perfluorierten Chemikalien nachwiesen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucla.edu

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