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Parkinson-Patienten mangelt es an Vitamin D

14.10.2008
Niedrige Werte könnten mit Entstehung der Krankheit zusammenhängen

Wissenschaftler der Emory University testen derzeit, ob die Gabe von Vitamin D als Nahrungsergänzung die Symptome von Parkinson mildern kann. Untersuchungen hatten ergeben, dass 55 Prozent der Parkinson-Patienten über unzureichende Vitamin-D-Werte verfügten.

Bei gesunden älteren Menschen lag dieser Wert nur bei 36 Prozent. Derzeit kann das Team um Marian Evatt jedoch nicht sagen, ob dieser Vitaminmangel eine Ursache oder eine Folge der Erkrankung ist. Details der Studie wurden in den Archives of Neurology veröffentlicht.

Parkinson zieht Nervenzellen in mehreren Bereichen des Gehirns in Mitleidenschaft. Vor allem jene sind betroffen, die Dopamin für die Kontrolle von Bewegungen nutzen. Zu den häufigsten Symptomen gehört Zittern, Steifheit und eine Langsamkeit der Bewegungen. Diese Symptome können durch die Einnahme von Dopaminen behandelt werden.

Frühere Studien haben nachgewiesen, dass das der am meisten betroffene Bereich, die Substantia nigra, über große Mengen des Vitamin-D-Rezeptors verfügt. Dieser Umstand legt nahe, dass Vitamin D für die normale Funktion dieser Zellen eine wichtige Rolle spielen könnte.

Vitamin D kommt in der Nahrung vor. Es wird jedoch vor allem bei Kontakt mit Sonnenlicht in der Haut gebildet. Die Fähigkeit des Körpers Vitamin D zu bilden nimmt mit dem Alter ab. Daher sind ältere Menschen auch für einen Mangel anfälliger. Eine Theorie geht laut BBC davon aus, dass Parkinson-Patienten besonders anfällig sein könnten, da ihre Krankheit die außerhalb des Hauses verbrachte Zeit meist deutlich einschränkt. Es ist jedoch auch denkbar, dass niedrige Vitamin D-Werte in irgendeiner Form mit der Entstehung und dem Ursprung der Krankheit in Zusammenhang stehen.

Die Wissenschaftler untersuchten die Vitamin-D-Werte bei 100 Parkinson-Patienten, 100 Alzheimer-Patienten und 100 Teilnehmern einer gesunden Kontrollgruppe. Die ausgewählten Personen waren vergleichbar alt und verfügten über einen ähnlichen finanziellen Hintergrund. In der Parkinson-Gruppe verfügten 23 Prozent über Werte, die so niedrig waren, dass sie als Mangel einzustufen waren. Bei der Alzheimer-Gruppe lag dieser Wert bei 16 Prozent, bei der Kontrollgruppe nur bei zehn Prozent. Diese Forschungsergebnisse sind erstaunlich, da die Teilnehmer aus dem Südwesten der USA stammten, wo sonniges Wetter an der Tagesordnung ist. Weitere Studien sollen jetzt den genauen Zusammenhang zwischen der Krankheit und Vitamin D klären helfen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.med.emory.edu
http://archneur.ama-assn.org

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