Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Studie zum demografischen Wandel: Arzneimitteltherapie sorgt für verlängerte Lebenserwartung!

28.08.2008
"Die Arzneimitteltherapie spielt für die Verlängerung der mittleren Lebenserwartung eine wichtige Rolle: Sie ist verbunden mit einem Gewinn von ca. drei Wochen pro Jahr."

Dies ist eine der Aussagen einer Studie zur alternden Gesellschaft, die Prof. Adelheid Kuhlmey (Charité Berlin) und Prof. Walter E. Müller (Goethe-Universität Frankfurt /M.) im Auftrag des VFA erstellten.

Die Studie wurde heute in Berlin vorgestellt. Die Autoren konstatieren weiter, der Gewinn an Lebenszeit sei "trotz erhöhter Kosten für Medikamente mit einem signifikanten ökonomischen Gewinn verbunden, da nicht-medikamentöse Maßnahmen reduziert wurden."

Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), sieht die pharmazeutische Industrie dabei auf dem richtigem Weg: "Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die durchschnittliche Lebenserwartung um mehr als 30 Jahre angestiegen und das nicht zuletzt dank innovativer Arzneimittel. So ist die Anzahl der Todesfälle bei Krankheiten, die in Deutschland die meisten Opfer fordern - wie Krebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle - aufgrund moderner Medikamente stark zurückgegangen. Auch bei anderen Erkrankungen auf die besonders Ältere Menschen schauen, wie etwa Rheuma, haben wir den Patienten Leidensdruck genommen, Lebensqualität zurückgegeben, Lebensjahre geschenkt. Auf all das sind wir als Branche stolz! Doch hat die innovationsfeindliche Kostendämpfungspolitik der Bundesregierung mit ihren zum Teil widersprüchlichen Überregulierungen viel zu oft verhindert, dass moderne Medikamente noch häufiger eingesetzt werden. Hier muss ein Umdenken zum Wohle der Betroffenen einsetzen."

Yzer weiter: "Die pharmazeutische Industrie arbeitet mit Hochdruck an der Bekämpfung gerade der weit verbreiteten Krankheiten. Unser Ideal muss die möglichst vollständige Heilung bleiben, aber angesichts der besonderen Bedürfnisse alter Menschen dürfen Kriterien wie verbesserte Handhabung, bessere Kombinierbarkeit und bessere Verträglichkeit von Medikamenten nicht gering geschätzt werden."

Nach Meinung der Studienautoren müsse die pharmazeutische Industrie spezifische Antworten für die Krankheiten des Alters entwickeln: "Die Erkrankungen des Alters haben meist viele verschiedene - im Laufe eines langen Lebens gesetzte - Ursachen. Und mit zunehmendem Alter steigt nicht nur das Risiko weit fortgeschrittener chronischer Erkrankungen, sondern auch die Gefahr, an mehreren Krankheiten gleichzeitig zu leiden. Auf diese altersspezifische Gemengelage muss die pharmazeutische Industrie Antworten finden. Das ist sie nicht dem Abstraktum "alternde Gesellschaft" schuldig, sondern der wachsenden Anzahl alter Patienten!"

Die vollständige Studie finden Sie unter:
http://www.vfa.de/pk20080828
Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) ist der Wirtschaftsverband der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 46 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des VFA repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 90.000 Mitarbeiter. Rund 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des VFA - ab sofort auch im Internet. Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/onlinepk

Wenn Sie weitere Informationen wünschen:

Dr. Jochen Stemmler
Tel.: +49 30 20604-203
Fax: +49 30 20604-209

Dr. Jochen Stemmler | VFA
Weitere Informationen:
http://www.vfa.de/onlinepk
http://www.vfa.de/pk20080828

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie