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Neue OECD-Studie zur leistungsorientierten Forschungsfinanzierung unter Beteiligung von HIS

22.12.2010
Eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gibt einen Überblick über den Stand und die Entwicklung leistungsorientierter Verfahren zur Finanzierung öffentlicher Forschung im tertiären Bildungssektor in den 34 OECD-Mitgliedstaaten. Die Länderstudie für Deutschland wurde in enger Abstimmung mit der Kultusministerkonferenz (KMK) am HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF) erarbeitet.

Die OECD-Publikation ist im Rahmen des Projekts „Performance-based Funding for Public Research in Tertiary Education Institutions“ der OECD-Arbeitsgruppe „Research Institutions and Human Ressources“ (RIHR) entstanden. Sie vereint die Expertisen dreier ausgewiesener Forscherinnen, die im Auftrag von RIHR jeweils ein Unterthema bearbeitet haben. Diana Hicks vom Georgia Institute of Technology gibt in ihrem Beitrag einen Überblick über gegenwärtige Modelle leistungsorientierter Forschungsfinanzierung und diskutiert ihre unterschiedliche Ausgestaltung. Hanne Foss Hansen von der Universität Kopenhagen untersucht die in den Modellen zum Einsatz kommenden Indikatoren. Linda Butler von der Australian National University beschäftigt sich in ihrem Artikel mit den Steuerungswirkungen leistungsorientierter Finanzierungsmodelle und insbesondere mit ihren nicht-intendierten Effekten. Die Publikation präsentiert des Weiteren in vergleichender Perspektive die Befunde der einzelnen Länderstudien. Zusätzlich finden interessierte Leserinnen und Leser eine Dokumentation des Abschlussworkshops des RIHR-Projekts.

Die Bedeutung von RIHR unterstreicht Dr. Dominic Orr, der am HIS-Institut für Hochschulforschung die Länderstudie für Deutschland verantwortete: „Im Bereich der leistungsorientierten Forschungsfinanzierung besteht noch viel Forschungsbedarf. Beispielsweise liegen bislang, dies zeigt auch der Beitrag von Linda Butler, nur wenige Studien vor, die sich mit den Steuerungswirkungen solcher Mechanismen beschäftigen und die untersuchen, welche nicht-intendierten Effekte auftreten und warum dies geschieht. Die international vergleichende Perspektive hilft uns, von den Erfahrungen anderer Länder zu lernen.“

Die Publikation „Performance-based Funding for Public Research in Tertiary Education Institutions” kann über die OECD bezogen werden.

Nähere Auskünfte:
Dr. Dominic Orr
Tel.: 0511/1220-372
E-Mail: orr@his.de
Tanja Barthelmes
Tel.: 0511/1220-384
E-Mail: barthelmes@his.de
Pressekontakt:
Theo Hafner
Tel.: 0511/1220-290
E-Mail: hafner@his.de

| idw
Weitere Informationen:
http://www.oecd.org/document/25/0,3343,en_2649_34293_46622745_1_1_1_1,00.html
http://www.oecd.org/dataoecd/33/38/46622889.pdf -
http://www.his.de/pdf/23/RIHR_Synopse_deutsch.pdf -

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