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Leitfaden Familienunternehmen und die Erbschaftsteuer

30.06.2011
Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) veröffentlicht Ratgeber mit Tipps zur Steueroptimierung

Im Juni 2011 ist der Praxisleitfaden "Familienunternehmen und die Erbschaftsteuer" des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) in Kooperation mit der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz erschienen.

Darin wird nicht nur das 2009 geänderte Erbschaftsteuergesetz vorgestellt, sondern auch mit zahlreichen praktischen Beispielen erläutert, wie ein Unternehmen steueroptimiert innerhalb der Familie erhalten werden kann. Denn der Gesetzgeber hat zahlreiche Ausnahmen von der Steuerpflicht (Verschonungsregeln) vorgesehen. Ein Ländervergleich zeigt dabei, wo die Stärken und Schwächen von Deutschland liegen.

Der Leitfaden gibt eine umfassende Einführung in die aktuelle Rechtslage des Erbschaftsteuerrecht. Am Anfang wird kurz die Kontroverse – die Pro-und Contra Argumente - um die Erbschaftsteuer aufgezeigt. Danach werden die Besteuerungsgrundlagen und –sätze vorgestellt: Wie wird eigentlich festgestellt, was das vererbte Unternehmen wert ist und wie hoch fällt die Steuer aus? Gerade im Bereich der Bewertung gibt es Spielräume, die man nutzen kann. Doch auch wenn der Wert festgestellt ist, lassen sich ganz legal Steuern sparen. „Das Unternehmen und die Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Für diese sinnvolle Regelung des Gesetzgebers gibt es die Verschonungsregeln. Trotzdem kommt es für eine erfolgreiche Nachfolge auf die Details an“, erläutert Christian Pieper vom Wittener Institut für Familienunternehmen.

Weitere Sparmöglichkeiten ergäben sich durch Drittlandsvermögen, Poolverträge oder Stiftungen. Alle diese Varianten stellt der Leitfaden mit praktischen Beispielen ebenso ausführlich vor wie Regelungen, in denen das Erbe an Nießbrauch oder eine Rentenzahlung gekoppelt wird. „ Wir haben versucht, mit Beispielen die Fantasie zu wecken. Im konkreten Fall wird man sicher noch einen Steuerberater benötigen, um das Optimum aus der eigenen Erbsituation herauszuholen. Aber unser Leitfaden möchte auch Laien im Steuerrecht zeigen, wo sie bei rechtzeitiger Planung für ihre Erben, also ja meist die Kinder, das Beste erreichen können.“, so Christian Pieper vom WIFU.

Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Praxisbeiträge ihrer Forschungsergebnisse. In der Reihe Praxisleitfäden werden dabei unterschiedliche Themen in allgemein verständlicher Weise für den Praktiker aufgearbeitet. Die hierin behandelten Themen sollen nicht punktuelle Probleme behandeln, sondern einen größeren Bereich zusammenhängend und anschaulich darstellen.

Seit Oktober 2010 bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Witten/Herdecke den deutschlandweit einzigartigen Studiengang „Master in Family Business Management (M.Sc.)“ an. Er kann in Vollzeit oder aber berufsbegleitend studiert werden. Hierdurch kann das WIFU seine Expertise an potentielle Nachfolger, Fach- und Führungskräfte und Berater in Familienunternehmer weitergeben.

Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) ist in Deutschland der Pionier und Wegweiser akademischer Forschung und Lehre zu Besonderheiten von Familienunternehmen. Drei Lehrstühle - Betriebswirtschaftslehre, Psychologie / Soziologie und Rechtswissenschaften - bilden das wissenschaftliche Spiegelbild der Gestalt von Familienunternehmen. Dadurch hat sich das WIFU eine einzigartige Expertise im Bereich Familienunternehmen erarbeitet. Seit 2004 ermöglichen die Institutsträger, ein exklusiver Kreis von über 40 Familienunternehmen, dass das WIFU auf Augenhöhe als Institut von Familienunternehmen für Familienunternehmen agieren kann. Mit aktuell acht Professoren leistet das WIFU mittlerweile seit über zwölf Jahren einen signifikanten Beitrag zur generationenübergreifenden Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen.

Weitere Informationen bei:
Christian Pieper (02302-926-537; christian.pieper@uni-wh.de)
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsbildung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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