Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warum leiden nicht alle unter dem Jo-Jo-Effekt?

16.07.2010
Studie sucht Erfolgsrezept für dauerhaftes Abnehmen / Medizinische Universitätsklinik Heidelberg sucht Teilnehmer für bundesweite Studie

Jeder fünfte Deutsche leidet heute an krankhaftem Übergewicht (Adipositas) mit weitreichenden sozialen und medizinischen Folgen. Die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg nimmt als eines von sieben Zentren des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetzes „Adipositas“ an der wissenschaftlichen Studie „Gewicht halten“ teil.

Ziel dieser im deutschsprachigen Raum bislang einmaligen Studie ist es, mehr über die psychosozialen Mechanismen herauszufinden, die mit einer erfolgreichen dauerhaften Gewichtsreduktion verbunden sind. Die Ergebnisse sollen im Deutschen Gewichtskontrollregister gesammelt werden und Grundlage für die Entwicklung wirksamer Therapieprogramme sein, die einer erneuten Gewichtszunahme vorbeugen.

Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion ist nicht leicht. Wie das verlorene Gewicht langfristig gehalten werden kann, stellt oft eine noch größere Herausforderung dar. Viele Teilnehmer an Gewichtsreduktionsprogrammen nehmen danach wieder zu. Oft sorgt der gefürchtete Jo-Jo-Effekt dafür, dass Betroffene in kürzester Zeit sogar mehr wiegen als vor Beginn ihrer Therapie.

Es gibt jedoch auch Patienten, die nach einer Diät ihr Gewicht erfolgreich halten. „Leider wissen wir bislang nur wenig darüber, welche psychosozialen Einflussfaktoren die Gewichtsstabilisierung oder auch erneute Gewichtszunahme beeinflussen“, erläutert Professor Dr. Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg. Ziel der Studie „Gewicht halten“ ist es deshalb, die Einflussfaktoren für dauerhafte Gewichtsreduktion bzw. erneute Gewichtszunahme zu identifizieren. An der Studie, die in Heidelberg von der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Herzog) in enger Kooperation mit der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Peter Nawroth) durchgeführt wird, wirken in Deutschland noch die Universitäten Mainz, Bochum, Hamburg, Marburg und Tübingen mit. Geleitet wird das Projekt von Frau Professor Dr. Martina de Zwaan, Leiterin der Psychosomatischen und Psychotherapeutischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen.

Welche Teilnehmer werden gesucht ?

Die Studie wendet sich an Personen, die eine Gewichtsreduktion von mindestens zehn Prozent über mindestens ein Jahr halten konnten. Dies entspricht der Definition für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion und -stabilisierung. Teilnehmer werden u.a. zum Gewichtsverlauf, zur Auswahl von Nahrungsmitteln, Essverhalten, körperlicher Aktivität, möglichen psychischen Problemen und nach Unterstützung durch das soziale Umfeld sowie Begleiterkrankungen befragt. Im Rahmen jährlicher Nachbefragungen sollen weitere Informationen zum Gewichtsverlauf und Veränderungen im gewichtsbezogenen Verhalten gesammelt werden.

Die Dateneingabe in das Register erfolgt im Internet. Alternativ können Studien-Teilnehmer auch eine Papierversion anfordern. Für das Ausfüllen der Fragebögen werden etwa 30 Minuten benötigt. Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung.

Weitere Informationen über die Studie im Internet:
www.gewicht-halten.de
Ansprechpartner:
Dr. med. Bernhard Hain
Oberarzt in der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 8774
E-Mail: bernhard.hain@med.uni-heidelberg.de
Weitere Informationen über das Universitätsklinikum Heidelberg im Internet:
Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Psychosomatische-und-Allgemeine-Innere-Medizin.106663.0.html
Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der Medizinischen Klinik:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Innere-Medizin-I-Endokrinologie-und-Stoffwechsel.106652.0.html
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.gewicht-halten.de
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops