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Gesundes Leben halbiert Sterberisiko von Frauen

17.09.2008
Nichtrauchen, Sport und wenig Alkohol als Erfolgsrezept

Frauen könnten das Risiko eines vorzeitigen Todes durch einen gesünderen Lebensstil halbieren.

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Brigham and Women's Hospital und der Harvard Medical School gekommen. Ohne Zigaretten, mit regelmäßigem Sport, gesundem Essen und einem im Rahmen bleibenden Gewicht könnten 55 Prozent der frühen Todesfälle durch chronische Krankheiten verhindert werden. Das Befolgen aller vier Tipps soll den Wissenschaftlern zufolge 44 Prozent der Todesfälle durch Krebs und 72 Prozent der Todesfälle durch kardiovaskuläre Erkrankungen vermeiden helfen.

Für die aktuelle Studie wurden die Daten von fast 80.000 Krankenschwestern ausgewertet. Details wurden online auf den Seiten des British Medical Journal veröffentlicht.

In der auf 24 Jahre anberaumten Studie konnten 28 Prozent der 8.882 Todesfälle auf das Rauchen zurückgeführt werden, 55 Prozent auf die Kombination von Rauchen, Übergewicht, mangelnder Bewegung und schlechter Ernährung. Zuviel Alkohol spielte ebenfalls eine Rolle. Frauen mit einem geringen bis moderaten Alkoholkonsum von bis zu einem Getränk am Tag starben weniger wahrscheinlich an einer kardiovaskulären Erkrankung als abstinente. Rob van Dam, der Autor der Studie, betonte jedoch, dass diese leicht positiven Auswirkungen des Alkoholkonsums nicht zu Übermut führen sollten. "Ein wenig Alkohol scheint das Risiko einer Herzerkrankung zu senken. Man muss jedoch das ganze Bild sehen. Menschen, die viel trinken, haben ein höheres Risiko an Krebs zu sterben." Seiner Meinung nach sollte es eigentlich leicht sein, die beschriebenen Gesundheitstipps ins Leben zu integrieren.

Es sei jedoch nicht erforderlich, stundenlang Gewichte zu heben. Bereits einfache Veränderungen der Ernährung mit mehr ganzem Getreide, weniger rotem Fleisch, einem Spaziergang zur Arbeit und zum Einkaufen können wirkliche Vorteile bringen, berichtet BBC Online. Entscheidend sei aber, nicht zu rauchen. Laut dem Wissenschaftler gelten diese Empfehlungen sowohl für Frauen als auch für Männer. Die 77.782 Frauen zwischen 34 und 59 Jahren, die an der Studie teilnahmen, füllten alle zwei Jahre detaillierte Fragebögen aus.

Insgesamt wurden 8.882 Todesfälle verzeichnet. Dazu gehörten 1.790, die auf Erkrankungen des Herzens zurückzuführen waren aber auch 4.527 Todesfälle aufgrund einer Krebserkrankung.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.brighamandwomens.org
http://hms.harvard.edu/hms

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