Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher untersuchen Zusammenhang zwischen Gewohnheiten und Gesundheit

15.01.2014
„HaBIDS“-Studie startet im Januar 2014

Wie beeinflussen Verhalten und Gewohnheiten unsere Gesundheit? Diese Frage wollen Braunschweiger Epidemiologen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) mit der Studie „HaBIDS“ klären.

Für die Untersuchung sollen von Mitte Januar an mehr als 15.000 Niedersachsen befragt werden. Die Bürger aus Stadt und Region Braunschweig sowie dem Landkreis Vechta werden per Post eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Neben dem Gesundheitszustand der Befragten interessiert die Wissenschaftler auch, was die Teilnehmer generell über Infektionen sowie deren Ursachen und Vorbeugung wissen.

Für den Namen der Studie – „HaBIDS“ (Hygiene and Behaviour: Infectious Diseases Survey) – stand das englische Wort für „Gewohnheiten“, habits, Pate. Die Teilnahme an der neunmonatigen Untersuchung ist einfach: Aus dem Melderegister zufällig ausgewählte Personen werden schriftlich eingeladen, die Fragebögen können per Mail zugeschickt und online beantwortet oder in einer per Post zugesandten Papierversion ausgefüllt werden. Medizinische Untersuchungen oder Probennahmen sind nicht notwendig.

„Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst“, betont Prof. Rafael Mikolajczyk, Leiter der HaBIDS-Studie und der Arbeitsgruppe „Epidemiologische und statistische Methoden“ am HZI. „Alle Ergebnisse werden anonymisiert, ein Rückschluss auf einzelne Personen ist nicht möglich.“

Die Forscher fragen beispielsweise, ob die Studienteilnehmer innerhalb der vergangenen zwölf Monate krank waren oder welche Impfungen sie in den letzten zehn Jahren erhalten haben. Haben die Teilnehmer im zurückliegenden Jahr Antibiotika genommen? Und wenn ja, wie lange? Aus den Antworten auf diese und ähnliche Fragen wollen die Epidemiologen sich ein Bild von Infektionen sowie deren Vermeidung in der Bevölkerung machen.

„Wir hoffen, durch diese Befragung mehr über Risikofaktoren für Infektionskrankheiten zu erfahren“, sagt Nicole Rübsamen, die Koordinatorin der Studie.

Den Teilnehmern winkt sogar eine kleine Belohnung: Die Ergebnisse der Befragungen werden in kurzer Form auf http://www.helmholtz-hzi.de/habidsstudie/ veröffentlicht. Dazu gibt es Informationen zu Krankheiten und deren Vorbeugung, die zum Weiterlesen einladen.

Epidemiologie erforscht Gesundheit und Krankheit auf der Bevölkerungsebene – die gleichnamige Abteilung des HZI untersucht Ursachen, Risikofaktoren und auch Möglichkeiten zur Vermeidung von Infektionen. Bei ihrer Arbeit sind die Epidemiologen auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, die sie in ihren Studien regelmäßig befragen.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern. http://www.helmholtz-hzi.de

Weitere Informationen:

http://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/news/ansicht/article/complete/
forscher_untersuchen_zusammenhang_zwischen_gewohnheiten_und_gesundheit/
http://www.helmholtz-hzi.de/habidsstudie
- Webseite der Studie

Dr. Jan Grabowski | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-hzi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie