Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zum Fernsehen ein paar Chips?

15.07.2009
EATMOTIVE-Psychologinnen suchen Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Frühstück, Mittagessen, zwischendurch eine Grillwurst und noch den Schokoriegel, nur ein kleiner, kalorienreduziert, gegen die Prüfungsangst bei der Matheklausur.

Dann noch vorbei an der Eisbude, die Sonne lacht und es geht doch nichts über eine Kugel Vanille und ein paar Sonnenstrahlen dazu. Dann die paar Kaugummis zwischendurch und die Häppchen im Supermarkt, toller Probierstand. Abends dann nur noch eine Gemüsesuppe, Öko, mit Tofueinlage. Vielleicht doch noch die Kuchenreste vom Sonntag, sonst werden sie schlecht.

Stopp! Haben Sie eigentlich schon mal überlegt, warum sie dieses oder jenes essen? Hunger, klarer Fall, werden Sie vielleicht spontan antworten. Das ist aber nicht immer der Fall, denn wir essen manchmal auch aus ganz anderen Motiven: weil es einfach schmeckt, die Langeweile uns plagt oder der Joghurt uns im Supermarkt als Megaangebot der Woche so angelacht hat, dass wir nicht widerstehen konnten. Wir essen auch aus Geselligkeit oder weil die Kinder einfach wieder das halbe Brot auf dem Teller gelassen haben, das einfach weg muss.

Das Angebot und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Bis zu 60.000 Produkte warten in den Supermärkten auf kaufwillige Kunden. Nicht immer machen wir uns bewusst, was so alles im Einkaufswagen landet und täglich in unserem Magen. Genau das wollen die Psychologinnen Stefanie Strohbach, Gudrun Sproesser und Prof. Dr. Britta Renner aus dem Fachbereich Psychologie wissen.

Sie betreuen das wissenschaftliche Forschungsprojekt EATMOTIVE. Hier geht es darum herauszufinden, warum wir uns für ein bestimmtes Nahrungsmittel entscheiden und warum ein anderes vielleicht liegen bleibt. Dabei geht es nicht nur um die Einkäufe, die wir tätigen, sondern um alles, was wir an einem Tag so essen. Der Kaffeeklatsch mit der Freundin wird ebenso notiert wie die Grillwurst an der Autobahnraststätte. Die Befragung wird online durchgeführt und nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch. Mitmachen kann jeder, der Lust hat, einfach mal zu notieren, was er über einen Tag hinweg so alles isst, und was ihn dazu bewegt, all diese Lebensmittel zu essen. Im Anschluss an die Studie werden die Teilnehmer über die Gesamtergebnisse informiert. Eine individuelle Analyse ist nicht möglich, da die Teilnehmer anonym bleiben sollen.

Wer bei der Studie mitmacht, muss sich keine Sorgen machen, dass das kleine persönliche Ernährungstagebuch für einen Tag irgendwo anders landet als bei den Wissenschaftlern. "Alle Angaben bleiben natürlich anonym und werden nur zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet", versichert Stefanie Strohbach.

Betrachten die beiden Psychologinnen ihr eigenes Essverhalten durch die Entwicklung des Fragenkataloges für die Studie anders? Beide schmunzeln. "Ja, man bekommt doch einen etwas anderen Blick auf das eigene Essverhalten, stellt fest, dass es nicht immer der Bärenhunger ist, der einen antreibt." Wer die Wissenschaftlerinnen unterstützen will und bei der Studie mitmachen möchte, braucht nur einen Internetzugang und muss die Adresse
http://www.uni-konstanz.de/eatmotive
anwählen.

Claudia Leitenstorfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-konstanz.de/eatmotive

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie