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Fasten vor Cholesterin-Test doch nicht notwendig

11.11.2009
Nahrungsaufnahme verändert Ergebnisse nicht

Patienten müssten eigentlich vor einem Cholesterin-Test doch nicht fasten. Wissenschaftler der University of Cambridge haben die Daten von 300.000 Personen analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Tests genau gleich sind, wenn die Patienten vor dem Test gegessen hatten.

Jahrzehntelang wurde gesagt, dass zwölf Stunden vor diesem Test nichts mehr gegessen werden darf. Nun hoffen Experten, dass die im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Forschungsergebnisse zu neuen Richtlinien für die britischen Ärzte führen, berichtet die BBC.

Cholesterin-Tests zur Risiko-Bestimmung

Cholesterin-Tests waren lange Zeit ein entscheidender Bestandteil der Feststellung des kardiovaskulären Risikos eines Menschen. Jene, die vor dem Test gefrühstückt hatten, wurden aufgefordert sich einen neuen Termin für die Untersuchung geben zu lassen.

Es wurde angenommen, dass der Körper genug Zeit brauchte, um das Essen zu verdauen und alle fetthaltigen Partikel aus dem Blut zu entfernen, damit korrekte LDL-Werte erzielt werden können.

Tests genauso gut, wenn nicht gefastet wird

Die Daten von 68 Langzeitstudien aus 21 Ländern legen jedoch nahe, dass diese Annahme falsch ist. Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigten, dass die Tests genau so gut oder vielleicht sogar etwas besser sind, wenn nicht gefastet wird, so der leitende Wissenschaftler John Danesh.

Die Studie trägt ihren Teil zu der laufenden Diskussion bei, ob Tests für Apolipoproteine zuverlässiger für die Vorhersage des Herzrisikos sind. Tests für HDL in Verbindung mit LDL waren genau so informativ wie der Test für die Apolipoproteine AI und B.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cam.ac.uk

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