Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieverbrauch auf dem Weg zum wichtigen Vermarktungsfaktor

27.10.2010
Marktmonitor Immobilien erstmals veröffentlicht

Der Energieverbrauch von Wohnimmobilien ist für deren erfolgreiche Vermarktung immer wichtiger. Dies zeigt eine repräsentative Untersuchung unter gewerblichen Immobilienanbietern. Dr. Stephan Kippes, Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) stellt die Studie gemeinsam mit Immowelt.de vor. Kippes lehrt an der HfWU Immobilienmarketing und Maklerwesen.

Zum ersten Mal präsentiert Prof. Stephan Kippes den Marktmonitor Immobilien. In einer großen repräsentativen Untersuchung unter gewerblichen Immobilienanbietern in ganz Deutschland wurden unter anderem Eckdaten zu der Wichtigkeit des Energieverbrauchs von Wohnimmobilien im Zusammenhang mit deren Vermarktung abgefragt. Die Studie wurde mit Unterstützung des Immobilienportals Immowelt.de umgesetzt.

Das Ergebnis: Sowohl der Marktpreis als auch die Vermarktungsdauer einer Immobilie werden von deren Energieeffizienz beeinflusst: 60 Prozent der Befragten sehen bei sehr guter Energieeffizienz die Möglichkeit eines höheren realisierbaren Preises, 31 Prozent erwarten bei einem solchen Objekt eine kürzere Vermarktungsdauer.

Das Bewusstsein der Immobilieninteressenten für Energiefragen ist in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen, vor allem bei den Käufern. Die meisten Makler verzeichnen mehr Nachfragen zum energetischen Zustand eines Objekts, vor allem im Süden und Norden Deutschlands.

Bei einem geplanten Verkauf raten 72 Prozent der befragten Makler zu einer Dachdämmung, zu einer Fassadendämmung 65 Prozent. Soll die Immobilie vermietet werden, ist die am häufigsten genannte Maßnahme eine fortschrittliche Wärmeschutzverglasung (65 Prozent).

Bei der Bewertung der Wichtigkeit des Energieverbrauchs gibt es zudem große regionale Unterschiede. Die im Osten der Republik tätigen Makler zeigen in allen Fragen zur Energieeffizienz einen geringeren Zuspruch als in anderen Regionen. So sehen bei den in Ostdeutschland tätigen Maklern nur 20 Prozent einen positiven Effekt auf die Vermarktungsdauer von Kaufimmobilien (gegenüber 31 Prozent bei den Gesamtnennungen).

Besonders das von den Maklern beobachtete Verhalten der Kunden zeigt, dass in den östlichen Bereichen aufgrund eines größtenteils mieter- und käuferfreundlichen Marktes kaum Vermarktungserleichterung von höheren Energiestandards ausgeht: Nur 48 Prozent bemerken hier eine Zunahme von Fragen zur Energieeffizienz. In Gesamtdeutschland sagten 64 Prozent der Makler, dass sie häufiger solche Fragen beantworten müssten.

Weitere Themen des Marktmonitors Immobilien sind der Einfluss verschiedener Lage- und Ausstattungsfaktoren sowie die Auswirkung der wirtschaftlichen Lage auf den Immobilienmarkt.

Neben den inhaltlichen Fragen war ein Ziel der Studie, einen Überblick über die Struktur und Zusammensetzung der gewerblichen Immobilienanbieter in Deutschland zu gewinnen. Mithilfe der umfassenden Datenbank von Immowelt.de und Daten des Statistischen Bundesamtes ist es gelungen, einen repräsentativen Querschnitt einer schwer fassbaren Branche zu erstellen. Zum diesem Zweck wurden 15.000 zufällig ausgewählte gewerbliche Immobilienmakler eingeladen, von denen nach einer sorgfältigen Überprüfung 752 Unternehmen in die Auswertung aufgenommen wurden.

Die gesamte Studie kann unter www.marktmonitor-immobilien.de kostenlos heruntergeladen werden.

Gerhard Schmücker | idw
Weitere Informationen:
http://www.marktmonitor-immobilien.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie