Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein- bis dreirädrige Kleinstfahrzeug-Modelle ergänzen Vierrad-Strategie der Autohersteller

15.08.2012
Herausforderung für Autohersteller, bis 2020 große Bekanntheit für mehr als 150 Kleinstmobile zu schaffen
Bis zum Jahr 2020 werden über 150 Kleinstfahrzeuge bei mehr als 25 der weltweit wichtigsten Autohersteller auf dem globalen Markt für Mikro-Mobilität eingeführt. Autohersteller global, einschließlich 18 der weltweit wichtigsten PKW-Hersteller, setzen auf Mikro-Mobilitätslösungen, um ein Kleinstfahrzeug für die so genannte letzte Meile zur Verfügung zu stellen sowie das Fahren innerhalb der Stadt zu erleichtern.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan (http://www.automotive.frost.com) wird die starke Beteiligung von global agierenden Autoherstellern dem Genre der Mikro-Mobilität Auftrieb geben; bis 2018 sind mindestens 60 Modelle für die Produktion geplant.

"Wachsende Urbanisierung und sich ändernde Mobilitätstrends haben nicht nur das Interesse an treibstoffeffizienten Fahrzeugen, sondern auch an einem ganz neuen Genre – dem der Mikromobilität - geweckt," erläutert Frost & Sullivan Industry Analyst Vishwas Shankar. "Verschiedene Märkte - China, Europa, Indien und sogar Nordamerika - bieten Subventionen für Hersteller und Anreize, um den Verkauf von Kleinstfahrzeugen als Mikro-Mobilitätslösung anzutreiben, während die Automobilhersteller selbst schon mindestens eine Markteinführung vierteljährlich in der Planung haben."

Weltweit besitzen immer weniger Mitglieder der so genannten ‚Millennium-Generation’, der derzeit 18- bis 35-Jährigen, ein Auto. Zusätzlich zum konventionellen Aussehen der Fahrzeuge und ihrer Möglichkeiten zum Verbrauch alternativer Treibstoffe, sind viele neue Modelle darauf ausgerichtet, einen Anreiz für den Konsumenten zur Nutzung solcher alternativer Fahrzeuge zu schaffen, so wie das Bik.e von Volkswagen, der Twizy von Renault, EV-Neo von Honda und dem EN-V von General Motors.

Hohe Anfangspreise und ein mangelndes Verbraucherbewusstsein sind jedoch zwei bedeutende Punkte, die das Wachstum bedrohen könnten. Da viele der Modelle der Kleinstfahrzeuge elektrisch sind, könnte ein langsames Wachstum in Bezug auf die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge zukünftige Verkäufe beeinträchtigen. Außerdem könnte jegliche Änderung von Seiten einzelner Regierungen hinsichtlich der Ausgabenerhöhung für den öffentlichen Verkehr anstatt für Privatfahrzeuge bzw. persönliche Mobilität, die Umsatzaussichten mit der Mikro-Mobilität beeinflussen.

"Bis 2015 haben Verbraucher unter mehr als 50 Modellen für Kleinstfahrzeuge die Auswahl. Die Herausforderung besteht also nicht darin, die einzelnen Modelle zu entwickeln, sondern für diese ein Bewusstsein im Massenmarkt zu schaffen. Hersteller wie Segway sind seit mehr als zehn Jahren im Markt und haben mittlerweile erkannt, wie wichtig es ist, ein Verbraucherbewusstsein durch verschiedene Marketingkampagnen zu schaffen," erklärt Shankar. "Sogar globale PKW-Hersteller haben die Wichtigkeit von Automobilmessen, Weltausstellungen, aufkommender Ökostädte wie Tianjin in China, Großevents wie die Olympischen Spiele 2012 in London und sogar Städte mit größeren Wohnvierteln und industrieller Standorte in Nordamerika erkannt, um das Bewusstsein für Kleinstmobile zu wecken."

Autohersteller investieren derzeit stark in Verbraucherbefragungen, um die Wünsche der Kunden zu verstehen und die richtigen Produkte mit der richtigen Perspektive zu entwerfen. "Dementsprechend werden neue Geschäftsmodelle aufkommen," fügt Shankar hinzu. "Mehrere Autohersteller haben begonnen, Mobilitäts-Dienste unter eigenem Namen oder sogar durch Drittanbieter anzubieten. Die Welt erlebt eine neue Gattung von Autoherstellern – sie sind nicht mehr nur Automobilproduzenten, sondern entwicklen sich zu Mobilitätsanbietern."

Die Hersteller, einschliesslich der weltweit wichtigsten Player, werden voraussichtlich Kleinstfahrzeug-Modelle in verschiedenen Formen, Größen und mit verschiedenen Typen von Rädern sowie mit geöffnetem/geschlossenen Dach einführen, wodurch eine neue Bandbreite an Möglichkeiten geboten wird. Während sich einige Modelle an konventionelle PKW-Fahrer richten, konzentrieren sich andere auf konventionelle Motorrad-/Rollerfahrer und wieder andere auf Endnutzer, die eine Fortbewegungsmöglichkeit für die so genannte erste und letzte Meile benötigen.

"Zudem gibt es Potential für massenproduzierte Kleinstmodelle, die in naher Zukunft in andere Kleinstfahrzeuge (Mikro- bzw. Kleinstwagen) integriert werden," beendet Shankar. "Das beste Beispiel hierfür ist Volkswagen mit dem Ziel, mit jedem zukünftig verkauften Auto ein bik.e zu verkaufen und das Ersatzrad zu ersetzen. VW ermöglicht damit die Überbrückung der ersten bzw. letzten Meile gleich mit den eigenen Fahrzeugen und dem bik.e."

Für weitere Informationen zu Frost & Sullivans Studie Strategic Analysis and Benchmarking of Global OEMs Micro-Mobility Solutions (M7FB), kontaktieren Sie bitte Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).
Die Studie Strategic Analysis and Benchmarking of Global OEMs Micro-Mobility Solutions (M7FB) ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Automotive & Transportation, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Strategic Analysis of the European Microcars Market, Strategic Overview of the North American Microelectric Vehicles Market and Sustainable and Innovative Personal Transport Solutions - Strategic Analysis of Carsharing Market in Europe. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/FrostSullivanDe
www.facebook.com/FrostandSullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie