Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Bewohner der Nordseeküste befürchten mehr Sturmfluten

23.11.2009
GKSS-Umfrage: 92% wollen die Region für die Zukunft schützen

"Der Klimawandel ist die größte Gefahr für die Nordseeküste", meinen 33% der Küstenbewohner. Dies ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, die vom Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrum Geesthacht in 22 Gemeinden der deutschen Nordseeregion durchgeführt wurde.

Die aktuelle GKSS-Studie "Heimat, Umwelt und Risiko an der deutschen Nordseeküste - Die Küstenregion aus Sicht der Bevölkerung" macht gleichzeitig deutlich, dass die Befragten ihre Region als einzigartige und wunderschöne Heimat empfinden.

Trotz steigender Gefahr: Eindruck von Sicherheit

Die GKSS-Abteilung "Sozioökonomie des Küstenraumes" untersucht das Umwelt- und Gefahrenbewusstsein der Menschen an der norddeutschen Küste. Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, die gesellschaftlichen Anpassungen an den Klimawandel und ein nachhaltiges Management der Küstenregion zu ermöglichen.

Insgesamt 76% der Befragten fürchten vor allem eine steigende Zahl von Sturmfluten und Überschwemmungen. Trotz der wahrgenommenen Sturmflutgefahr werden von der Mehrheit der Bevölkerung die existierenden Küstenschutz­maßnahmen als ausreichend wahrgenommen. Als weitere Gefahren für die Region werden der zunehmende Auto- und Schiffsverkehr, die Umweltverschmutzung sowie der Massentourismus genannt.

Begeisterung für Norddeutschland

"Unsere intensiven Gespräche mit mehr als 800 Bewohnern der Küstenregion zeigten auch, dass die Heimatverbundenheit der Menschen sehr groß ist", so Prof. Dr. Beate M.W. Ratter, Leiterin der Abteilung "Sozioökonomie des Küstenraumes" des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht. 92% der Befragten sind stolz auf ihre Heimat und möchten diese erhalten. "Die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung der Nordseeregion ist absolut gegeben, denn Heimat- und Naturschutz kann nur funktionieren, wenn die Menschen sich für ihre Umwelt begeistern.", fügt Prof. Ratter hinzu.

Die norddeutsche Landschaft vermittelt ein Gefühl von Freiheit

Die aktuelle GKSS-Umfrage macht sehr deutlich, dass die Befragten ihre Region als einzigartige und wunderschöne Heimat empfinden. Sie wird als "Wohlfühloase" wahrgenommen, bei der die Weite der Landschaft, das Watt und das Meer ein besonderes Gefühl der Freiheit vermitteln: "Die Nordseeregion ist wie ein wunderbarer, flacher Pfannkuchen - am schönsten ist dabei der Rand", so beschreibt einer der Befragten die Region. Diese Besonderheit wollen die Küstenbewohner für zukünftige Generationen bewahren. So befürworten insgesamt 79% der Befragten Naturschutzgebiete, in denen die menschliche Nutzung stark eingeschränkt werden soll.

Hintergrund zur Meinungsumfrage:

Die Grundlage der genannten Studie ist eine Umfrage bei insgesamt 862 Bewohnern in 22 Gemeinden der deutschen Nordseeküste. Insgesamt nahmen 422 Männer und 440 Frauen teil. Das Alter der Befragten lag zwischen 15 und 88.

Kontakt:
Prof. Dr. Beate M.W. Ratter
Institut für Geographie
Bundesstrasse 55
20146 Hamburg
Tel. (040) 42838-5225
oder:
Institut für Küstenforschung
Abteilung Sozioökonomie des Küstenraumes
GKSS-Forschungszentrum Geesthacht
Max-Planck Strasse 1
21502 Geesthacht
(04152) 87-1527

Dr. Torsten Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gkss.de/nordseestudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie