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Bewegung hält das Gehirn jung

01.07.2009
Optimale Durchblutung nach täglicher Aerobic

Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, darf darauf hoffen, im Alter ein besser durchblutetes Gehirn zu besitzen. Medizinern der University of North Carolina zufolge gleichen die Blutgefäße körperlich aktiver Senioren denjenigen junger Erwachsenen.

Bei Menschen die sich wenig bewegen, verkümmern hingegen die Arterien. Veröffentlicht wurden diese Ergebnisse in der Fachzeitschrift American Journal of Neuroradiology.

Das Team um die Neurochirurgin Elizabeth Bullitt untersuchte in einer Pilotstudie 14 körperlich aktive Senioren zwischen 60 und 80 Jahren. Per Angiografie, einer Methode zur Darstellung der Blutgefäße durch Magnetresonanz, wurden Anzahl und Zustand der Blutgefäße im Gehirn dargestellt. Die Hälfte der Gruppe hatte in den vorhergehenden zehn Jahren an aerobischen Übungen für mindestens drei Stunden pro Woche teilgenommen, während die zweite Hälfte angab, keinen regelmäßigen Sport und höchstens eineinhalb Wochenstunden aktive Bewegung zu betreiben.

Sportlich aktive Senioren besitzen weit eher eine intakte Blutversorgung des Gehirns, die derjenigen von jungen Erwachsenen sehr ähnelt, so das Ergebnis der Forschung. Alte Sportlerhirne haben deutlich mehr feine Arterien, die zudem weniger verkrümmt sind. Die stärker bei alten Nicht-Sportlern anzutreffenden Arterienwindungen kommen durch altersbedingte Gefäßverlängerungen und weitere ausgeformte Dehnungskurven zustande. Die deutlichsten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen ergaben sich besonders in Arterienregionen an der linken Seite sowie in mittleren rechten Regionen des Gehirns.

Da die Möglichkeit besteht, dass ältere Patienten mit gut durchblutetem Gehirn eher Sport betreiben, kann laut den Studienautoren erst weitere Forschung klarstellen, ob Bewegung den Körper tatsächlich verbessert. Unsicher ist auch noch, ob altersbedingte Änderungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Körperbaus oder diverse Funktionsverluste allein durch Sport noch rückgängig gemacht werden können, wenn dieser erst im hohen Alter begonnen wird.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.unc.edu

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