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Krebsrisiko Alkohol

26.11.2007
Geschätzte 9 Millionen Menschen in Deutschland haben einen riskanten Alkoholkonsum, 1,6 Millionen sollen alkoholabhängig sein.

Diese Menschen müssen damit rechnen, deutlich stärker von chronischen Entzündungen und bösartigen Tumoren von Leber, Bauchspeicheldrüse oder Speiseröhre heimgesucht zu werden.

Alkoholentzug kann langfristig beispielsweise das Risiko für Speiseröhrenkrebs wieder auf Normalniveau senken. Das zeigt eine neue Studie aus der Arbeitsgruppe von Jürgen Rehm am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, in der die Wissenschaftler über 5000 Fälle aus 13 veröffentlichten Studien ausgewertet haben.

Demnach dauert es allerdings rund 20 Jahre bis dieser Rückgang des Erkrankungsrisikos zum Tragen kommt. Für die ersten Jahre nach dem Alkoholentzug stellen die Heidelberger Forscher sogar ein kurzfristig weiter steigendes Krebsrisiko fest. Den Grund dafür, sehen sie darin, dass zum Zeitpunkt des Alkoholentzugs oft schon erste Symptome spürbar sind.

Man weiß nicht, wie Alkohol Krebs auslöst. Aber es ist eindeutig belegt, dass das Risiko für Tumoren der Speiseröhre von der konsumierten Alkoholmenge abhängt und auch viele Jahre nach einer Alkoholabstinenz weiter erhöht bleibt.

Dr. Holger Böhm | bng-gastro
Weitere Informationen:
http://www.gastromed-bng.de

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