Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dunkle Schokolade ist gut fürs Herz

14.11.2007
Beobachtbarer Effekt mit Wirkung von Aspirin vergleichbar

Eine Forschergruppe der Klinik für Kardiologie des Züricher Universitätsspitals hat eine Studie vorgelegt, die dunkler Schokolade gesundheitsfördernde Effekte bescheinigt. Die Studie, bei der die Wirkung von kommerziell erhältlicher, dunkler Schokolade auf die Herzkranzgefäße und Blutplättchen bei Herztransplantierten untersucht worden ist, belegt dabei einen eindeutigen günstigen Effekt auf das Herz.

Diese nun erstmals nachgewiesene Wirkung hilft möglicherweise alternative Strategien zu finden, wie Patienten vor Atherosklerose geschützt werden können und das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Hirnschlags reduziert werden kann.

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig: Bereits der Verzehr von 40 Gramm dunkler Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent erweitern die Herzkranzgefäße und verbessern die Aktivität der Blutplättchen. "Man hat eindeutig gesehen, dass sich die Gefäßfunktionen bereits zwei Stunden nach der Einnahme deutlich verbessert haben", schildert Georg Noll, Professor für Kardiologie am Züricher Universitätsspital, im Gespräch mit pressetext.

Verantwortlich für diese positive Wirkung sind nach vielfacher Meinung vor allem die in kakaohaltigen Schokoladen enthaltenen Flavonoide. "Das Studienmodell zeigte eindeutig, dass jene Patienten, die zuvor dunkle Schokolade erhalten hatten, eine Erweiterung des Gefäßdurchmessers und eine Verbesserung dessen Funktion aufwiesen. Eine Kontrollgruppe, der als Placebo flavonoidfreie Schokolade verabreicht worden war, wies diese Veränderungen nicht auf", so der Kardiologe. Zudem konnte festgestellt werden, dass auch die Aktivität der Blutplättchen durch den Konsum der Schokolade verbessert werden kann. Der beobachtete Effekt sei mit der Wirkung von Aspirin vergleichbar, so Noll.

Kakao ist reich an natürlichen Antioxidantien, welche oxidativen Stress vermindern. Dieser spielt eine wichtige Rolle im Alterungsprozess und bei Atherosklerose und kann zu Herzinfarkten oder Hirnschlägen führen. Besonders Patienten mit transplantiertem Herz, mit erhöhten Blutfetten oder Bluthochdruck haben in Folge des oxidativen Stresses mit enggestellten Herzkranzgefäßen und erhöhter Blutplättchenaktivität zu kämpfen.

In den letzten Jahren sind bereits durch mehrere Studien verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften von Kakao entdeckt worden. So ist es derselben Forschungsgruppe des Universitätsspitals bereits im Vorjahr gelungen nachzuweisen, dass dunkle Schokolade auch den ungünstigen Effekt von Zigarettenrauch auf die Gefäßfunktion verbessern kann. Größer angelegte Studienmodelle sollen nun den Einfluss von dunkler Schokolade auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit oder die mögliche Reduktion der Sterblichkeit untersuchen.

Markus Steiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.kardiologie.unispital.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie