Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Standardisierung geht vor Maßanfertigung

02.10.2007
Materna veröffentlicht IT-Service-Management Studie 2007

Unternehmen setzen zunehmend auf standardisierte Software für das IT-Service-Management. Fast die Hälfte der Unternehmen, die heute so genannte Custom-built-Lösungen (stark individualisierte Lösungen) einsetzen, will künftig auf Standard- beziehungsweise Out-of-the-Box-Software für das IT-Service-Management umsteigen. Diesen Trend zeigt die diesjährige IT-Service-Management Executive-Studie des Dortmunder IT-Dienstleisters MATERNA GmbH.

Des Weiteren wollen IT-Organisationen ihre IT-Service-Management-Prozesse künftig zunehmend automatisiert ausrichten und hierzu Prozesse beziehungsweise Disziplinen wie Configuration Management (43 Prozent), CMDB (42 Prozent) und Service Level Management (40 Prozent) implementieren. Ebenfalls an Fahrt gewinnt die neue ITIL® Version 3 (IT Infrastructure Library®).

Deutlicher Trend zur Standardisierung

Schon heute setzen 43 Prozent der Befragten ausschließlich beziehungsweise vorwiegend auf standardisierte "Out-of-the-Box" Software-Lösungen für das IT-Service-Management. Über die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen nutzen noch vorwiegend Eigenentwicklungen beziehungsweise stark individuell angepasste Software-Lösungen. Das wollen viele der befragten Unternehmen aber ändern: Künftig wollen 68 Prozent der Studienteilnehmer ausschließlich beziehungsweise vorwiegend standardisierte "Out-of-the-Box" Software-Lösungen einsetzen und nur noch 29 Prozent vorwiegend eigens entwickelte oder stark modifizierte Lösungen. Dies ist eine deutliche Umkehr der bisherigen Nutzung der Software-Lösungen für das IT-Service-Management. Die wichtigsten Gründe, die für standardisierte Lösungen sprechen, sind eine bessere Upgrade-Fähigkeit (84 Prozent), einfachere Integration (82 Prozent) und höhere ITIL-Kompatibilität (81 Prozent). Alle großen Hersteller bieten heute Standard-Lösungen für das IT-Service-Management.

ITIL 3 gewinnt an Fahrt

Des Weiteren zeigt die Studie auf, dass ITIL 3 zunehmend in den Fokus der Unternehmen rückt: Die meisten Unternehmen planen allerdings keinen sofortigen Umstieg auf die neue Version des Standard-Regelwerkes für das IT-Service-Management. Die Mehrheit (66 Prozent) der Unternehmen will erst Informationen über die neue Version sammeln, bevor sie über dessen Umsetzung entscheiden. Immerhin 10 Prozent planen ganz konkret, einige Prozesse nach ITIL 3 umzusetzen. Nur drei Prozent planen eine komplette Ausrichtung an ITIL 3. Insgesamt nimmt die Verbreitung der IT Infrastructure Library (ITIL) ungebremst zu: Während 2005 nur 50 Prozent der befragten Unternehmen ITIL im Einsatz hatten, sind es heute bereits 76 Prozent.

Die wichtigsten ITIL-Disziplinen

Die am häufigsten umgesetzten ITIL-Disziplinen sind Incident Management (71 Prozent), Service Desk (70 Prozent), Change Management (52 Prozent) und Problem Management (46 Prozent). 71 Prozent der Unternehmen planen neben den bereits vorhandenen, weitere IT-Service-Management-Prozesse einzuführen. Configuration Management (43 Prozent), CMDB (42 Prozent) und Service Level Management (40 Prozent) sind hierbei die zentralen Themen. Diese Zahlen bestätigen den Trend, dass IT-Organisationen ihre IT-Service-Management-Prozesse zunehmend automatisiert ausrichten wollen. Automatisierung setzt jedoch ein funktionierendes Configuration Management mit einer Configuration Management Database (CMDB) voraus. Service Level Management unterstützt IT-Organisationen dabei, ihre IT-Services an den Business-Anforderungen auszurichten. Damit positioniert sich die IT als Mehrwert-Lieferant für die Fachabteilungen.

ISO 20000 wird Gütesiegel für Service-Provider

Auch ISO 20000 gewinnt weiter an Bedeutung. So beabsichtigen immerhin 16 Prozent der Unternehmen, ihre Prozesse in den nächsten zwei Jahren nach dem internationalen Standard zertifizieren zu lassen. Gemessen an der Tatsache, dass eine Zertifizierung nach ISO 20000 vor allem für solche IT-Service Provider von hoher Relevanz ist, die ihre Leistungen am externen Markt erbringen, ist diese Anzahl bereits sehr beachtlich.

Kosten noch wenig bekannt

Wie bereits im letzten Jahr zeigt die Studie, dass die Unternehmen beim Wissen um die Kosten ihrer IT noch "nachholen" müssen: Zwar können 74 Prozent der Teilnehmer die durchschnittlichen Kosten eines PC-Arbeitsplatzes in ihrem Unternehmen benennen. Aber über 60 Prozent der Teilnehmer wissen nicht, welche durchschnittlichen Kosten eine IT-Service-Anfrage verursacht. An diesem Punkt setzt eine detaillierte Service- und Kostenanalyse an. Sie untersucht die einzelnen Bestandteile der IT-Services und den Aufwand für deren Erbringung. Damit fördert sie die Kosten je IT-Service zu Tage.

Über die Studie

Die diesjährige ITSM Executive-Studie ermittelt die aktuelle Situation im IT-Service-Management. Hinterfragt wurden der Einsatz der Prozesse und die Nutzung des De-Facto-Standards ITIL. Des Weiteren liefert die Studie Erkenntnisse über die Planung und Beurteilung der Prozesse. Mehr als 160 IT-Entscheider aus Deutschland (79 Prozent) und Österreich (21 Prozent) haben sich im Juni und Juli 2007 an der Online-Befragung beteiligt. Die Mehrheit der befragten Unternehmen betreut zwischen 1.000 und 10.000 PC-Arbeitsplätze. 19 Prozent der Befragten stammen aus der IT-Branche, 15 Prozent aus der öffentlichen Verwaltung und 15 Prozent aus der Industrie.

Ein Auszug der wichtigsten Ergebnisse der Befragung steht auf Anfrage per E-Mail an presse@materna.de gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen:
MATERNA GmbH
Information & Communications
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christine Siepe
Voßkuhle 37, 44141 Dortmund
Tel. +49 (0)2 31/55 99-1 68, Fax -1 65
E-Mail: Christine.Siepe@Materna.de
http://www.materna.de/presse
MATERNA GmbH
Als führendes Software-Unternehmen der Informations- und Kommunikations-Technologie beschäftigt MATERNA weltweit rund 1.200 Mitarbeiter und erzielte 2006 einen Umsatz von 150 Millionen Euro. Das Portfolio des Geschäftsbereiches Information besteht aus Prozess- und Technologie-Beratung sowie der zugehörigen Implementierung von IT-Lösungen. Wichtige Branchen sind die öffentliche Verwaltung, die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) sowie die diskrete Fertigungsindustrie. MATERNA verfügt zudem über eine hohe Fachkompetenz in den Bereichen Service-Management und Web-Services. Unter der Marke "Anny Way" vertreibt die Business Unit Communications Service Plattformen, Premium Content Services sowie Sprach- und Video-Anwendungen. Außerdem ist MATERNA erfolgreich als MVNE positioniert und ein international bekannter Anbieter von Festnetz-Diensten.

Weitere Informationen:

MATERNA Information & Communications GmbH
Mag. Patrick Schnebel, Geschäftsführer
INNO-Center, Pottendorfer Straße 25-27
1120 Wien
Tel.: +43 (0)1 641 08 20-307
patrick.schnebel@materna.at
AS markom
Mag. Andreas Slama
Adolf-Czettel-Gasse 3/4/20
1160 Wien
Tel.: +43 (0)1 982 39 30
andreas.slama@as-markom.at

Thomas Tzschoppe | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.materna.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften