Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optische Technologien treiben Innovationen voran

07.09.2007
Studie bescheinigt der Branche hohe Bedeutung für den Standort Deutschland

Das Marktpotenzial der Optischen Technologien ist riesig - nun kommt es darauf an, es durch rasches Handeln auch optimal auszunutzen. Zu diesem Schluss kommt die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebene Marktstudie Optische Technologien, die jetzt vorliegt.

"Die Optischen Technologien sind ein entscheidender Innovationsmotor für unsere Wirtschaft", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag bei einem Besuch der Carl Zeiss AG im baden-württembergischen Oberkochen anlässlich des Jahrestreffens des Forschungsnetzwerkes Photonics BW. "Deutschland ist auf diesem Gebiet mit an der Weltspitze. Diese Position müssen wir sichern und weiter ausbauen." Optische Technologien bieten nach den Worten der Ministerin ein breites Spektrum an Anwendungen und gehören deshalb zu den Schwerpunkten der Hightech-Strategie der Bundesregierung. "Optik treibt den Fortschritt in vielen Bereichen voran", sagte Schavan. "Dazu gehören die Informations- und die Kommunikationstechnik, die Fertigungstechnik sowie die Energie- und Medizintechnik".

Die Hersteller von Optischen Technologien erwirtschafteten nach den Ergebnissen der Studie im Jahr 2005 in Deutschland mit Produkten der Optischen Technologien einen Umsatz von 16,3 Milliarden Euro. In diesem Bereich waren 101 500 Personen beschäftigt - 86 700 davon bei den Optik-Herstellern, 14 800 bei den Zulieferern für diese Technologien. In den nächsten zehn Jahren erwarten die Unternehmen einen Zuwachs des Produktionsvolumens von 8,5 Prozent pro Jahr und eine Zunahme der Beschäftigung bis zum Jahr 2015 um 41 400 auf dann 142 900 Personen. Die Unternehmen rechnen ebenfalls damit, dass es der optischen Industrie in Deutschland gelingt, zusätzliche Anteile an den Weltmärkten zu erobern.

... mehr zu:
»Leuchtdiode »Marktstudie »Photonic

Die Studie kommt außerdem zu dem Schluss, dass viele Bereiche der Optischen Technologien vor dem Schritt zur integrierten industriellen Fertigung stehen. Damit zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab wie in der Halbleiterfertigung vor 30 Jahren. Das betrifft die Laserquellen selbst, aber auch Lichtquellen wie Leuchtdioden (LED) und organische Leuchtdioden (OLED). Mit diesem Technologiesprung könnten deutsche Unternehmen ihre Marktposition weiter ausbauen. "Hier sind neue Ideen und große Investitionen nötig", sagte Ministerin Schavan. Die Beschlüsse der Forschungsunion würden deshalb an dieser Stelle ansetzen: "Nachwuchs sichern, Schlüsselfragen erforschen und Investitionen verstärken."

Die Marktstudie basiert auf Gesprächen mit zahlreichen Unternehmen und auf internationalen Statistiken. Das Unternehmen Optech Consulting hat das Datenmaterial im Auftrag des BMBF zusammengestellt und ausgewertet - unterstützt durch die Fachverbände VDMA und SPECTARIS. Unter http://www.bmbf.de/pub/marktstudie-op-tech.pdf steht ein Download der Studie bereit. Weitere Auskünfte zu der Studie erteilt auch Anke auf´m Kamp vom VDI Technologiezentrum: 0211 6214 - 549, kamp@vdi.de.

Photonics BW ist einer von sieben regionalen Clustern, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den Optischen Technologien fördert. Von den 49 Mitgliedern sind 27 Unternehmen, die Mehrzahl davon Mittelständler. Nähere Informationen zu Photonics BW erhalten Sie bei Biljana Josifova: 07364 203415, info@photonicsbw.de.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/
http://www.bmbf.de/pub/marktstudie-op-tech.pdf

Weitere Berichte zu: Leuchtdiode Marktstudie Photonic

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften