Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Global Player der Finanzbranche: Man spricht Deutsch

26.03.2002


Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der
Mummert + Partner Unternehmensberatung AG


  • 95 Prozent der Finanzdienstleister bieten kaum Services für Fremdsprachler im Internet
  • „Ethno-Marketing“: Türken sparen doppelt so viel wie die Deutschen

Kontoführung auf Türkisch, arabische Investmentfonds und Anlageberatung auf chinesisch haben die deutschen Finanzdienstleister nur selten im Angebot. Im Internet sprechen die Global Player Deutsch. Nur fünf Prozent gehen bei ihren deutschen Webauftritten auf ausländische Kunden ein. Der Grund: Nach Ansicht der Banker stehen die Kosten für fremdsprachige Services in keinem Verhältnis zu den Umsatzaussichten. Falsch gedacht: So sind beispielsweise allein die in Deutschland lebenden Türken mit einem Nettojahreseinkommen von rund 10,5 Milliarden Euro eine interessante Anlegergruppe. Banken und Versicherungen bleiben trotzdem deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück, so die Einschätzung der Mummert + Partner Unternehmensberatung. „Ben bir Bankahesabi acmak istiyorum?“ Wer auf Türkisch ein Konto eröffnen will, braucht eine spezielle Beratung. Hände und Füße helfen bei sensiblen Bankleistungen nicht weiter. Ungenutzte Chancen: In Deutschland leben rund 7,5 Millionen Ausländer. Die Türken sind mit 2,4 Millionen die größte Volksgruppe und legen weitaus mehr auf die hohe Kante als die Deutschen. Während diese 10,3 Prozent ihres Nettoeinkommens zurücklegen, sparen die türkischen Mitbürger weit mehr als das Doppelte – insgesamt ein Anlagevermögen von rund vier Milliarden Euro. Ein Potenzial, das beispielsweise die Dresdner-Bank-Tochter Deutsche Fonds- und Vorsorgeberatung GmbH erkannt hat, weshalb sie eine türkische Investmentfonds-Beratung anbietet. Extraservices, die sich insbesondere im Internet rentieren: Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde online bestellt, viermal größer, wenn das Angebot und die Geschäftsbedingungen in seiner Muttersprache abgefasst sind. Die ersten Unternehmen reagieren gezielt mit „Ethno-Marketing“: Dabei werden Services angeboten, die nicht nur sprachlich auf die jeweiligen landestypischen Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Commerzbank AG beispielsweise macht es mit großem Erfolg vor: Sie hat für die 3,5 Millionen Muslime eigens einen Al Sukoor European Equity Fund aufgelegt. Dieser erlaubt ihnen, ihr Geldvermögen im Einklang mit dem islamischen Recht, „Sharia“ anzulegen. Die Berliner Commerzbank geht noch weiter und bietet Fremdsprachlern an einem „International Counter“ kostenlose Hilfe für sämtliche Lebenslagen. Die Banker haben bereits Ausschau nach einem Spezialisten für amerikanische Steuererklärungen oder einer Versicherung mit Sondertarifen für französische Diplomaten gehalten. An manchen Tagen gehen bis zu 180 Anfragen ein. Davon profitiert auch das Kerngeschäft, da kaum ein Hilfesuchender die Bank verlässt, ohne Kunde geworden zu sein. „Fast alle deutschen Finanzdienstleister ignorieren ausländische Kunden – im Internet und am Schalter. Ungenutzte Chancen, da diese häufig eine höhere Sparquote haben als die Deutschen.“ Mummert + Partner ist eine der führenden europäischen Unternehmensberatungen für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Kunden zählen vor allem Kreditinstitute, Versicherungen, öffentliche Dienstleister, die Energiewirtschaft und das Gesundheitswesen. Darüber hinaus berät das Unternehmen weitere Dienstleistungsunternehmen in speziellen Aufgabenstellungen, für die Mummert + Partner hervorragendes Know-how besitzt. Beispiele hierfür sind Telekommunikations- und Logistikunternehmen. Mit 1.350 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 191,2 Millionen Euro (Konzern im Geschäftsjahr 2000) gehört Mummert + Partner zu den Top Ten der Branche in Deutschland. Mummert + Partner Unternehmensberatung Aktiengesellschaft Hans-Henny-Jahnn-Weg 29 · 22085 Hamburg Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jörg Forthmann Tel.: (040) 227 03-7787 Fax: (040) 227 03-7961 E-Mail: Presse@mummert.de

Jörg Forthmann |

Weitere Berichte zu: Commerzbank Finanzdienstleister Player

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise