Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit dem Grauen allein?

24.07.2007
Teilnehmende für Trauma-Studie gesucht

Unfälle, Naturkatastrophen, Gewalt - viele Menschen werden im Laufe ihres Lebens Opfer traumatischer Ereignisse. Das hat nicht selten Folgen für die Psyche. Doch werden die Betroffenen angemessen versorgt? Dieser Frage widmet sich jetzt eine neue Studie, für die Forschende der Universität Zürich und der Freien Universität Berlin Teilnehmende suchen.

Eine repräsentative Studie von Prof. Andreas Maercker und Mitarbeitern zeigt, dass 12 Prozent der deutschen Bevölkerung ein traumatisches Ereignis erlebt hat. Diese Traumata reichen von Unfällen, Naturkatastrophen oder Kriegserlebnissen bis zum gewalttätigen Überfall oder sexueller Gewalt. Während manche Menschen so etwas gut verarbeiten, entwickeln andere psychische Probleme, Experten bekannt als Posttraumatische Belastungsstörung. In der genannten Studie zeigten mehr als 2 Prozent aller Befragten das Vollbild der Störung mit sich aufdrängenden Erinnerungen und Alpträumen, ständiger Unruhe und Schreckhaftigkeit sowie Angst und Hoffnungslosigkeit.

Offen bleibt jedoch die Frage, weshalb nur ein Bruchteil der Betroffenen die existierenden Hilfsangebote nutzen. Was hält Betroffene davon ab, sich Hilfe zu suchen, obwohl sie selbst überzeugt sind, diese zu benötigen? Warum schiebt ein Betroffener die Kontaktaufnahme zu einem Hilfsangebot immer wieder auf? Was hilft ihm, den Schritt zu professioneller Hilfe zu tun? Um solche Fragen zu beantworten, führt die Psychologin Viola Schreiber in Kooperation mit den Professoren Andreas Maercker von der Universität Zürich und Babette Renneberg von der Freien Universität Berlin eine Umfrage durch, in der es um die Gründe geht, die vielen Betroffenen den Zugang zu professioneller Hilfe verwehren. "Die Ergebnisse der Umfrage sollen es erlauben, Hilfsangebote möglichst bedarfsgerecht und barrierenfrei zu gestalten und bessere Öffentlichkeitsarbeit zu leisten", sagt Viola Schreiber. "Damit wird es möglich sein, in Zukunft noch besser helfen zu können und eine bessere Versorgung der Betroffenen zu erreichen."

... mehr zu:
»Hilfsangebot »Trauma

Für diese Studie suchen die Forschenden Menschen, die innerhalb der letzten 10 Jahre ein Trauma in der einen oder anderen Form erlebt haben. Um sich ein umfassendes Bild machen zu können, interessieren dabei nicht nur besonders schweren Traumata sondern auch der "normale Unfall" oder der "glimpflich verlaufene Angriff". Auch die Erfahrungen jener Menschen, die mit dem Erlebten in der Folge gut zu Recht kamen, sind wichtig für das Gesamtbild.

Interessierte können unter www.trauma-umfrage.de weitere Informationen finden oder direkt online an der Umfrage teilnehmen. Auf Wunsch können sie sich im Anschluss eine Rückmeldung bezüglich ihrer posttraumatischen Belastung geben lassen.

Kontakt für Rückfragen oder Interviewwünsche:

Prof. Andreas Maercker, Psychologisches Institut, Universität Zürich
Tel.+41(0)44 635 73 10
Fax.+41(0)44 635 73 19
E-Mail: maercker@psychologie.unizh.ch

Beat Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.trauma-umfrage.de

Weitere Berichte zu: Hilfsangebot Trauma

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Massenverlust des Antarktischen Eisschilds hat sich beschleunigt
14.06.2018 | Technische Universität Dresden

nachricht Teure Flops: Nur 5% der Innovationsideen werden erfolgreich
12.06.2018 | Institut für angewandte Innovationsforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Abwehrmechanismus gegen Sauerstoffradikale entdeckt

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umwandlung von nicht-neuronalen Zellen in Nervenzellen

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Im Fußballfieber: Rittal Cup verspricht Spannung und Spaß

18.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics